Nikosia (dapd). Zypern trifft Vorbereitungen für einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone. Der zyprische Präsident Dimitris Christofias ordnete die Ausarbeitung von Plänen für derartige Szenarien an. In einem solchen Fall wären die Zustände "chaotisch" und die Auswirkungen eines solchen Schrittes würden nicht nur in den Euro-Ländern sondern in ganz Europa zu spüren sein, sagte der Präsident am Freitag auf einer Pressekonferenz.
Ein Euro-Austritt Griechenlands träfe Zypern besonders hart, weil die Banken des Landes schätzungsweise griechische Verbindlichkeiten in Höhe von 144 Prozent des Bruttoinlandsprodukts Zyperns in den Büchern stehen haben. Christofias wollte deshalb auch nicht ausschließen, dass die Regierung EU-Hilfsgelder in Anspruch nehmen könnte, um Rekapitalisierung der besonders stark in Griechenland engagierten zweitgrößten Bank des Landes zu stemmen.
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