Die deutschen Privatanleger planen bei ihrer künftigen Vermögensaufteilung weniger mit Anleihen und Riester-Sparplänen. Stattdessen hat sich die Stimmungslage für Aktien und Fonds aufgehellt. Zu diesen Ergebnissen komme die jährliche Umfrage der DeutscheWertpapierService Bank AG (dwpbank) bei deutschen Privatanlegern. Das Meinungsforschungsinstitut forsa hat dazu im Auftrag der Bank im August und September 2012 1.050 deutsche Wertpapierbesitzer befragt. Gegenüber festverzinslichen Wertpapieren habe die Zurückhaltung der deutschen Wertpapierbesitzer demnach deutlich zugenommen. 29 Prozent der Befragten wollen diese Anlageform künftig seltener nutzen. 2011 sagten dies 22 Prozent. Nur zehn Prozent planen dagegen, mehr Geld in diesem Segment anzulegen. Derweil nimmt die Abneigung gegenüber Aktien ab: Sprachen sich im vergangenen Jahr noch 38 Prozent der Wertpapierbesitzer dafür aus, Aktien weniger zu kaufen, sind es in diesem Jahr nur noch 32 Prozent. 15 Prozent wollen sogar vermehrt in Aktien investieren. Ähnlich verhält es sich bei Fonds. Deren geplante geringere Nutzung hat sich von 34 Prozent im Vorjahr auf jetzt 29 Prozent reduziert.Versicherungsprodukte sind bei deutschen Wertpapierbesitzern eher unbeliebt. Derzeit wollen 37 Prozent der Befragten diese Anlageform seltener nutzen (36 Prozent im Vorjahr). Auch Riester-Sparpläne werden skeptischer gesehen. War (SNP: ^WARY - Nachrichten) es im vergangenen Jahr nur jeder Vierte, der weniger „riestern“ wollte, sind es in diesem Jahr 29 Prozent. Leidglich vier Prozent planen, Riester-Produkte künftig häufiger zu nutzen.Die beliebtesten Anlageformen der deutschen Privatanleger bleiben Festgeld, Tagesgeld und Termingeld. 29 Prozent der Befragten sprachen sich dafür aus, diese Formen häufiger zu nutzen. Im Vorjahr waren es 32 Prozent. Nur 14 Prozent planen eine seltenere Nutzung. Auch Immobilien bleiben attraktiv: 24 Prozent der Privatanleger wollen künftig mehr als bisher in diese Assetklasse investieren. Damit bleibt der Wert zu den 25 Prozent im Vorjahr relativ stabil. Demgegenüber stehen genau wie im Vorjahr nur 18 Prozent, die weniger in Immobilien investieren wollen. Kaum gefragt bleiben hingegen Rohstoffe und Edelmetalle. 24 Prozent der Anleger wollen weniger in diese Bereiche investieren. Im Vorjahr waren es 21 Prozent. Nur 12 Prozent (2011: 16 Prozent) wollen hier vermehrt ihr Geld anlegen.„Der Meidereflex der Privatanleger gegenüber Aktien und Fonds ist im Zuge der freundlichen Entwicklung des DAX (Xetra: ^GDAXI - Nachrichten) in 2012 kleiner geworden“, fasst Karl-Martin im Brahm, Vertriebsvorstand der dwpbank die Umfrageergebnisse zusammen. „Doch favorisieren Wertpapierbesitzer weiterhin vor allem sichere Anlagen wie Tages- und Festgeld sowie zunehmend Immobilien. Riester-Sparpläne sind hingegen kaum mehr gefragt.“ Vor allem Inflationsängste seien dafür verantwortlich, dass Sachwerte wie Immobilien und Aktien beliebter seien.(PD)
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