Reich zu werden ist ganz einfach: Wer das Bier zur Seite stellt und arbeitet, der kann es zu viel Geld bringen und sogar Arbeitsplätze für andere schaffen. Das ist jedenfalls die Auffassung von Gina Rinehart. Die australische Milliardärin ist laut dem „Forbes“ Magazin die reichste Frau der Welt. Ihr Vermögen belief sich demnach im Januar 2012 auf 18 Milliarden US-Dollar (rund 14,4 Milliarden Euro), bis zum Mai dieses Jahres schaffte sie es laut „Business Review Weekly“ sogar auf mehr als 29,2 Milliarden australische Dollar (etwa 23 Milliarden Euro) zu erhöhen.
In ihrer Kolumne im „Australian Resources & Investments“ Magazin schreibt die 58-Jährige, es gäbe kein Monopol darauf, Milliardär zu werden. „Wenn Sie neidisch auf Menschen mit mehr Geld sind, dann sitzen Sie nicht einfach da und beschweren sich. Tun Sie etwas, um mehr Geld zu verdienen. Verbringen Sie weniger Zeit mit Trinken oder Rauchen und hängen Sie weniger mit Freunden herum. Werden Sie einer der Menschen, die hart arbeiten, investieren und aufbauen und auf diese Weise Beschäftigungsmöglichkeiten für andere schaffen“, zitiert die Nachrichtenagentur AFP Rinehart.
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Die Bergbau-Unternehmerin erzählt von Menschen, die sich von ganz unten hochgearbeitet haben. So startete ihr Großvater seine Berufslaufbahn damit, Ställe zu reinigen, bevor er mit einer Logistik-Firma reich wurde. Ein anderer baute eine Schaf-Farm mit 25.000 Tieren auf. Rineharts verstorbener Freund Michael Kailis kam demnach als armer Einwanderer ins Land und machte ein Vermögen mit seiner Flusskrebszucht. Ein anderer Freund borgte sich von Bekannten das Startkapital für einen Schnellimbiss und ist jetzt Australiens Fritten-König. „Was wir daraus lernen, ist immer das Gleiche: Man kann nicht reich werden, ohne hart zu arbeiten, Risiken auf sich zu nehmen und Gewinne zu reinvestieren“, schreibt Gina Rinehart.
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Nach der Veröffentlichung von Gina Rineharts Tipps für Arme ließ der Sturm der Entrüstung von verschiedenen Seiten nicht lange auf sich warten. Linke Parteien wie die australischen Grünen und Gewerkschaften griffen sie für ihre Ansichten scharf an. In der Vergangenheit hatte sich Gina Rinehart bereits mit Forderungen nach einer Absenkung des Mindestlohns, gelockerten Umweltschutz-Gesetzen und niedrigeren Steuern unbeliebt gemacht. Sie schrieb sogar ein Gedicht darüber, das von einem Kritiker des „Guardian“ als „schlechtestes Gedicht aller Zeiten“ bezeichnet wurde.
Dass Geld nicht unbedingt glücklich macht, kann man übrigens ebenfalls von der Millionen-Erbin lernen: Mit dreien ihrer vier Kinder ist Gina Rinehart zerstritten – es geht um Geld.






