WAS IHRE FREUNDE LESEN

    Weidmann ruft Frankreich zu Defizitabbau auf

    Bundesbank-Chef Jens Weidmann hat Frankreich implizit dazu aufgerufen, das Staatsdefizit noch in diesem Jahr wie ursprünglich zugesagt auf drei Prozent zu drücken. Zwar sei es in Zeiten schwachen Wirtschaftswachstums schwieriger, die Defizitziele einzuhalten, sagte Weidmann vor Studenten der renommierten französischen Handelsschule HEC nahe Paris laut verbreitetem Redetext. Die EU-Staaten befänden sich aber in einer "Vertrauenskrise".

    Die "Schwergewichte der Eurozone" müssten daher "klare Signale aussenden" und die Glaubwürdigkeit der EU-Budgetregeln und ihrer eigenen Strategie zur Haushaltskonsolidierung stärken, sagte Weidmann. Es habe bereits einen "teilweisen Verlust von Vertrauen" gegeben. Zugleich lobte Weidmann in Frankreich angegangene Reformen etwa zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Flexibilisierung des Arbeitsmarktes.

    Die EU-Kommission hatte Frankreich in ihrer am Freitag vorgestellten jüngsten Wirtschaftsprognose für 2013 ein Defizit von 3,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) vorhergesagt. Frankreich würde damit erneut die EU-Obergrenze von drei Prozent durchbrechen. Die französische Regierung hatte in den vergangenen Monaten immer wieder beteuert, die Grenze dieses Jahr einhalten zu wollen, war zuletzt aber angesichts des schwachen Wirtschaftswachstums von dem Ziel abgerückt. Brüssel sagt Frankreich für 2013 ein Wachstum von nur 0,1 Prozent voraus.

    Meistgelesene Artikel

    • Der große Test: Auslandsreise-Krankenversicherungen
      Der große Test: Auslandsreise-Krankenversicherungen Klüger kaufen - Fr., 24. Mai 2013 15:25 MESZ
      Der große Test: Auslandsreise-Krankenversicherungen

      Urlaub – die schönste Zeit des Jahres. Wenn man ausgerechnet am Urlaubsort in fernen Ländern krank wird oder bei einem Unfall zu Schaden kommt, ist es besonders wichtig, gut versichert zu sein. Finanztest hat passend zum Beginn der Ferienzeit 40 … Continue reading →

    • Schnäppchen verleiten einen schnell dazu, mehr zu kaufen, als man eigentlich benötigt. (Bild: thinkstock)
      Versteckte Fallen beim Einkauf Kühn empfiehlt - Do., 23. Mai 2013 17:53 MESZ
      Schnäppchen verleiten einen schnell dazu, mehr zu kaufen, als man eigentlich benötigt. (Bild: thinkstock)

      Die meisten von uns denken, sie machen beim Einkaufen oft echte Schnäppchen. Aber einige der so populären „Spartipps“ könnten Sie auf lange Sicht viel kosten. Hier sind fünf versteckte Kostenfallen beim Einkauf - und Wege, wie Sie sie umgehen.

    • Zürich (ots) - Die Mitgliederversammlung wird durch Barbara Schmid-Federer, Präsidentin SRK Kanton Zürich und Nationalrätin, geleitet. Ueli Frauenfelder, Gemeindepräsident, wird eine Grussbotschaft der Gemeinde Andelfingen überbringen. Neu wird Lisa Vettiger als Vertreterin des Jugendrotkreuzes für den Vorstand zur …

    • Deutsche Börse AG 24.05.2013 15:52 Dissemination of a Voting Rights Announcement, transmitted by DGAP - a company of EquityStory AG. The issuer is solely responsible for the content of this announcement. Notification of voting rights pursuant to sec. 25a para. 1 WpHG We received the ...

    • Düsseldorf (ots) - Der Chef der Wirtschaftsweisen, Prof. Christoph Schmidt, hat die Forderungen der Anti-Euro-Partei Alternative für Deutschland (AfD) scharf kritisiert. "Es fehlt der AfD offensichtlich an ökonomischem und politischem Sachverstand", sagte Schmidt der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Samstagausgabe). …

     

    Aktuelle Nachrichten