Omaha (BoerseGo.de) - US-Starinvestor Warren Buffett hat ein riesiges Solarprojekt in Kalifornien erworben. Der zu Buffetts Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway gehörende Energieversorger MidAmerican Energy Holdings kaufte das weltweit größte photovoltaische Entwicklungsprojekt "Antelope Valley" für bis zu 2,5 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Mittwochabend mitteilte. Das Projekt umfasst zwei Solarparks, die nach der Fertigstellung eine Leistung von zusammen 579 Megawatt haben sollen. Verkäufer des Projekts ist das US-Unternehmen SunPower, an dem der französische Ölkonzern Total 60% der Anteile hält. Die Errichtung der Solarparks soll bereits im laufenden Quartal beginnen und bis Ende 2015 abgeschlossen werden.
Für Buffett handelt es sich bereits um die dritte größere Photovoltaik-Investition innerhalb eines guten Jahres. MidAmerican Energy Holdings hat sich seit Dezember 2011 an einem 290-Megawatt-Solarprojekt in Arizona und dem ebenfalls in Kalifornien angesiedelten Solarprojekt „Topaz“ mit 550 Megawatt angepeilter Leistung beteiligt. Insgesamt belaufen sich die Energieerzeugungskapazitäten von MidAmercan derzeit auf 1.830 Megawatt.
Warren Buffett ist der wohl erfolgreichste langfristige Investor aller Zeiten und setzt auf einen Value-Ansatz, der stark durch seinen Mentor Benjamin Graham geprägt wurde. Berkshire Hathaway hat heute rund 80 Tochterfirmen, die unter anderem eine Fast-Food-Kette, eine Chemiefirma und eine Frachteisenbahn umfassen. Das Unternehmen selbst ist vor allem im Versicherungsbereich aktiv und hält große Aktienpakete an Konzernen wie Coca-Cola, IBM und Munich Re.
Der Buchwert von Berkshire Hathaway hat sich von 1965 bis 2011 jährlich im Schnitt um 19,8% erhöht. Insgesamt hat sich der Unternehmenswert in dieser Zeit um mehr als das 5.000-Fache (513.055 %) des ursprünglichen Werts gesteigert. Buffett setzt wie sein Lehrmeister Benjamin Graham vor allem auf fundamental unterbewertete Aktien, die sich beispielsweise durch ein niedriges Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) auszeichnen. Buffett achtet aber auch auf zusätzliche Faktoren wie eine gute Unternehmensführung.

