New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen haben den Handelstag mit deutlichen Kursverlusten begonnen und verharren auf niedrigem Niveau. Der Anstieg der US-Frühindikatoren und des Geschäftsklimaindex der Fed-Regional-Notenbank von Philadelphia nehmen keinen positiven Einfluss auf den Handel. Für die Kursrückgänge werden die Rohstoffpreisanstiege im Zuge der Abwertung des US-Dollars verantwortlich gemacht. Der Dow Jones verzeichnet derzeit ein Minus von 1,34 Prozent auf 10.286,12 Punkte. Währenddessen verlieren der NASDAQ Composite (NASDAQ: Nachrichten) 2,00 Prozent auf 2.149,34 Punkte und der S&P 500 1,66 Prozent auf 1.091,35 Zähler. Nach US-Börsenschluss legen u.a. Dell (NASDAQ: DELL - Nachrichten) , Foot Locker (NYSE: FL - Nachrichten) , Gap und Intuit Zahlen vor.
Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der vergangenen Woche stabilisiert. So verharrte die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe bei 505.000, während Volkswirte im Vorfeld 504.000 prognostiziert hatten. Die US-Frühindikatoren sind im Oktober 2009 weiter gestiegen. Auf Monatssicht verbesserte sich die wirtschaftliche Aktivität um 0,3 Prozent, während Volkswirte ein Plus von 0,4 Prozent prognostiziert hatten. Der an den US-Finanzmärkten viel beachtete Geschäftsklimaindex der Fed-Regional-Notenbank von Philadelphia hat sich im November 2009 deutlich verbessert. Demnach ist der Index von 11,5 Punkten im Oktober 2009 auf nun 16,7 Punkte gestiegen. Volkswirte waren im Vorfeld von einer Verbesserung auf lediglich 12,2 Punkte ausgegangen.
Der US-amerikanische Technologiekonzern Kulicke & Soffa Industries (ISIN US5012421013/ WKN 854118) hat im vergangenen Quartal einen Umsatz von 110,5 Mio. Dollar erwirtschaftet, nach 61,2 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn wurde auf 5,8 Mio. Dollar bzw. 0,09 Dollar je Aktie beziffert, nachdem man im Vorjahreszeitraum noch einen Verlust von 4,6 Mio. Dollar bzw. 0,21 Dollar je Aktie ausgewiesen hatte. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag im Berichtszeitraum bei 0,14 Dollar je Anteilschein. Analysten hatten zuvor ein EPS von 0,04 Dollar sowie einen Umsatz von 102,8 Mio. Dollar erwartet. Die Unternehmensaktie verliert mehr als 13 Prozent.
Die Aktie von Time Warner (NYSE: TWX - Nachrichten) (ISIN US8873173038/ WKN A0RGAY) verliert zur Stunde 2,29 Prozent. Der US-Medienkonzern teilte mit, dass AOL beabsichtigt, im Zuge von Restrukturierungsmaßnahmen rund ein Drittel der Belegschaft abzubauen.Den Angaben zufolge will AOL im Rahmen der Restrukturierung die jährlichen operativen Kosten um rund 300 Mio. Dollar senken. Zunächst würden jedoch restrukturierungsbedingte Sonderbelastungen in Höhe von bis zu 200 Mio. Dollar anfallen.
Tyson Foods (ISIN US9024941034/ WKN 870625) hat mit Donnie Smith einen neuen CEO bestellt. Den Angaben zufolge wurde Smith, derzeit Senior Group Vice President von Poultry and Prepared Foods, mit sofortiger Wirtung zum President und CEO berufen. Smith folgt damit auf den seit Januar tätigen Interims-President und -CEO Leland Tollett. Zusätzlich wurde Jim Lochner, zurzeit Senior Group Vice President von Fresh Meats, zum COO ernannt. Die Anteilscheine des US-Nahrungsmittelkonzerns geben 0,76 Prozent nach.
Die zur US-amerikanischen Private-Equity-Gesellschaft Blackstone Group (ISIN US09253U1088/ WKN A0MSM5) gehörende Pinnacle Brands wird einem Pressebericht zufolge wahrscheinlich Birds Eye Foods, den führenden US-Anbieter für gefrorenes Gemüse, für mehr als 1,3 Mrd. Dollar übernehmen. Dies meldete das "Wall Street Journal" am Donnerstag. Laut der Zeitung erwirtschaftete Birds Eye Foods im Geschäftsjahr bis Juni 2009 einen Umsatz von 935,6 Mio. Dollar. Die Aktie der Blackstone Group gibt 2,51 Prozent nach.
Titel von Sears Holdings (NASDAQ: SHLD - Nachrichten) (ISIN US8123501061/ WKN A0D9H0) rutschen 3,81 Prozent ab. Der US-amerikanische Einzelhandelsgigant konnte im dritten Quartal einen geringeren Verlust ausweisen, was u.a. auf einen Anstieg der vergleichbaren Filialumsätze bei Kmart zurückzuführen ist. Der Nettoverlust nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich demnach auf 127 Mio. Dollar bzw. 1,09 Dollar pro Aktie, verglichen mit einem Verlust von 146 Mio. Dollar bzw. 1,16 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Vor Einmaleffekten lag der jüngste Verlust bei 0,81 Dollar (Vorjahr: -0,90 Dollar) pro Aktie. Der Umsatz ging um 4,4 Prozent auf 10,19 Mrd. Dollar zurück. Analysten waren im Vorfeld von einem Verlust von 1,09 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 9,92 Mrd. Dollar ausgegangen.
Die Aktie von GameStop (ISIN US36467W1099/ WKN A0HGDX) kann hingegen zulegen (+1,29 Prozent). Wie der weltgrößte Einzelhändler für Videospiele am Donnerstag verkündete, wuchsen die Umsatzerlöse um 8,2 Prozent auf 1,83 Mrd. Dollar, nach 1,70 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. Der Umsatz ging flächenbereinigt jedoch um 7,8 Prozent zurück. Ferner stieg der Nettogewinn um 11,8 Prozent von 46,7 Mio. Dollar oder 0,28 Dollar je Aktie auf nun 52,2 Mio. Dollar oder 0,31 Dollar pro Aktie. Analysten waren durchschnittlich von einem EPS von 0,30 Dollar sowie Umsätzen von 1,73 Mrd. Dollar ausgegangen.
Für Ross Stores (ISIN US7782961038/ WKN 870053) geht es demgegenüber 3,26 Prozent bergab. Der US-amerikanische Einzelhandelskonzern meldete einen Gewinnzuwachs um 83 Prozent im dritten Quartal, was mit einer verbesserten operativen Marge und höheren Umsätzen zusammenhängt. Der Nettogewinn belief sich auf 105,1 Mio. Dollar bzw. 0,84 Dollar pro Aktie, nach 57,3 Mio. Dollar bzw. 0,44 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich im Berichtszeitraum um 12,1 Prozent auf 1,74 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem EPS von 0,84 Dollar und einem Umsatz von 1,73 Mrd. Dollar ausgegangen.
Der US-Einzelhändler Williams-Sonoma (ISIN US9699041011 / WKN 867980) verbuchte im dritten Quartal einen deutlichen Ergebnisanstieg und hob die Prognosen an. Wie der Konzern verkündete, lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 729,3 Mio. Dollar um 3,0 Prozent unter dem Vorjahreswert von 752,1 Mio. Dollar. Der Nettogewinn lag mit 7,3 Mio. Dollar bzw. 0,07 Dollar je Aktie über dem Vorjahreswert: Im vergleichbaren Vorjahresquartal hatte der Einzelhandelskonzern noch einen Nettoverlust von 11,0 Mio. Dollar bzw. 0,10 Dollar je Aktie ausgewiesen. Vor Einmaleffekten hatte das EPS im Berichtszeitraum bei 0,16 Dollar gelegen. Analysten hatten zuvor ein EPS von 0,05 Dollar sowie einem Umsatz von 686,8 Mio. Dollar erwartet. Für das laufende Quartal erwartet der Konzern nunmehr einen Umsatz von 970 Mio. Dollar bis zu 1,03 Mrd. Dollar sowie ein bereinigtes EPS von 0,36 bis 0,45 Dollar. Die Unternehmensaktie gewinnt 3,30 Prozent an Wert. (19.11.2009/ac/n/m)