New York (Frankfurt: A0DKRK - Nachrichten) (www.aktiencheck.de) - Die US-Leitindizes mussten am Mittwoch mit uneinheitlichen Tendenzen aus dem Handel gehen. Dabei belasteten vor allem Unsicherheiten in Zusammenhang mit der Schuldenkrise in der Eurozone das Handelsgeschehen. Nach den zuletzt deutlichen Kursaufschlägen stieg außerdem die Bereitschaft zu Gewinnmitnahmen. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) gewann am Ende 0,05 Prozent auf 13.175,64 Zähler. Der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) präsentierte sich mit einem Minus von 0,15 Prozent bei 3.011,25 Zählern, während der S&P 500 (SNP: ^GSPC - Nachrichten) (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) einen Aufschlag von 0,06 Prozent auf 1.402,22 Punkte zeigte.
Die vorbörslich veröffentlichten Daten zur Entwicklung der Arbeitsproduktivität und der Arbeitskosten sorgt derzeit für wenig Impulse: Die US-Produktivität hat sich im zweiten Quartal nach Angaben des Arbeitsministeriums erhöht. Demnach wuchs die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vorquartal um 1,6 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Anstieg um 1,5 Prozent prognostiziert, nachdem im ersten Quartal ein Minus von revidiert 0,5 (vorläufig: -0,9) Prozent ermittelt worden war. Die Lohnstückkosten kletterten derweil im Vorquartalsvergleich um 1,7 Prozent, nach einem Anstieg um revidiert 5,6 (vorläufig: +1,3) Prozent im ersten Quartal.
Im Blick standen vor allem Anteilsscheine des US-Medienkonzerns Walt Disney (ISIN US2546871060/ WKN 855686), der am Vorabend nach Börsenschluss die Geschäftszahlen für das dritte Quartal veröffentlicht hatte. Dabei konnte der Traditionskonzern zwar das beste Quartalsergebnis der Geschichte einfahren, die Erwartungen der Marktteilnehmer wurden indessen nur teilweise erfüllt. Die Aktie gewann 1,4 Prozent. Auch der der Obstproduzent Chiquita (ISIN US1700328099/ WKN 552688) präsentierte am Vorabend nach Börsenschluss das Zahlenwerk für das zweite Quartal. Dabei verzeichnete der Konzern vor allem aufgrund von negativen Wechselkurseffekten einen Rückgang bei Umsatz und Ergebnis. Bis zum Abend verteuerte sich das Papier um 6,4 Prozent. Das Online-Reiseportal priceline.com (ISIN US7415034039/ WKN 766054) konnte ferner im zweiten Quartal dank der soliden Entwicklung im Kerngeschäft sowie im Bereich Autovermietung mit einem Ergebnisanstieg aufwarten. Der Ausblick für das dritte Quartal fiel indessen unterhalb der Markterwartungen aus, was für deutliche Abschläge von 17,3 Prozent sorgte.
Für Furore sorgt heute der IT-Konzern Hewlett-Packard (ISIN US4282361033/ WKN 851301), nachdem dieser seine Prognose für das laufende Fiskaljahr nach oben revidiert hat. So erwartet man für das dritte Quartal einen bereinigten Gewinn von 1,00 US-Dollar je Aktie, nachdem man hier zuvor ein bereinigtes EPS von 94 bis 97 Cents je Aktie in Aussicht gestellt hatte. Nach Angaben des Konzerns werde man für das dritte Quartal Wertberichtigungen in Höhe von 8 Mrd. US-Dollar in Zusammenhang mit dem derzeitigen Aktienkurs sowie der aktuellen Geschäftsentwicklung im Services-Segment ausweisen. Außerdem werden die Belastungen mit der Umsetzung des eingeleiteten Restrukturierungsprogramms im dritten Quartal mit 1,5 bis 1,7 Mrd. US-Dollar vor Steuern zu Buche schlagen, so der Konzern. Zuvor hatte man hier negative Einmaleffekte in Höhe von rund 1 Mrd. US-Dollar vor Steuern veranschlagt. Inklusive der zu erwartenden Wertberichtigungen sowie der weiteren restrukturierungsbedingten Einmalbelastungen erwartet Hewlett-Packard für das dritte Quartal einen Verlust im Bereich von 4,31 bis 4,49 US-Dollar je Aktie. In der Folge gewann der Titel 2,4 Prozent.
Daneben ging auch am heutigen Mittwoch die Quartalszahlensaison wieder in eine neue Runde: Im Blickfeld der Investoren standen dabei vor allem auch die Aktien von Macy`s (ISIN US55616P1049/ WKN A0MS7Y), die sich um 2,7 Prozent verteuerten. Die Kaufhauskette konnte im zweiten Quartal 2012 ihren Gewinn steigern und die Analystenprognose übertreffen. Zudem wurde der Ausblick für 2012 angehoben.
Ralph Lauren (ISIN US7512121010/ WKN A1JD3A) verschlechterten sich um 1,1 Prozent. Der Modekonzern konnte zwar im ersten Quartal mit einem Gewinnanstieg aufwarten und die Analystenerwartungen übertreffen. Der Ausblick auf das laufende Quartal fiel aber eher verhalten aus. Der Lebensmittelhersteller Ralcorp Holdings (ISIN US7510281014/ WKN 905357) konnte daneben mit seinem Zahlenausweis zum abgelaufenen Quartal nicht überzeugen. Zwar verzeichnete man dank erfolgreich integrierter Zukäufe einen deutlichen Ergebnisanstieg. Beim Umsatz konnte man ebenfalls zulegen. Allerdings wurden die Gewinnerwartungen der Analysten nicht erreicht. Die Aktie zeigte sich kaum verändert.
Für die Anteilsscheine des Energieversorgers PPL (ISIN US69351T1060/ WKN 895250) ging es daneben um 2,3 Prozent nach oben. Das Unternehmen verzeichnete im zweiten Quartal einen Gewinnanstieg und übertraf die Erwartungen der Analysten.
Nicht so gut lief es im abgelaufenen Quartal für den IT-Dienstleister Computer Sciences (ISIN US2053631048/ WKN 855862). So musste man einen deutlichen Gewinnrückgang ausweisen. Jedoch war der Rückgang nicht ganz so stark wie von Analysten erwartet. Der Titel rückte daraufhin um 15,7 Prozent vor.
McDonald`s (ISIN US5801351017/ WKN 856958) verloren nach Umsatzzahlen für den Monat Juli 1,7 Prozent an Wert. Die Schnellrestaurantkette wies bei den vergleichbaren Filialumsätzen bei Niederlassungen, die länger als ein Jahr geöffnet waren, im Berichtszeitraum einen unveränderten Wert aus. Auf Konzernebene wurde bei den Umsatzerlösen im Berichtsmonat von Rückgang um 3,2 Prozent verbucht, während man auf wechselkursbereinigter Basis ein Umsatzplus von 2,3 Prozent vorzuweisen hatte. (08.08.2012/ac/n/m)







