New York (Frankfurt: A0DKRK - Nachrichten) (www.aktiencheck.de) - Die US-Leitindizes konnten am Montag klar grüne Vorzeichen ausweisen. Dabei profitierten die Märkte von guten Konjunkturdaten sowie einer Reihe positiver Unternehmensmeldungen. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) gewann 1,09 Prozent auf 12.504,78 Zähler. Der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) präsentierte sich mit einem Plus von 2,46 Prozent bei 2.847,21 Zählern, während der S&P 500 (SNP: ^GSPC - Nachrichten) (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) einen Aufschlag von 1,60 Prozent auf 1.315,99 Punkte zeigte.
Die Federal Reserve Bank of Chicago ermittelte heute für April 2012 einen Anstieg beim National Activity Index gegenüber dem Vormonat. So hat sich der Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) auf +0,11 Punkte verbessert, nachdem für März ein Wert von revidiert -0,44 Punkten gemeldet worden war. Im Drei-Monats-Durchschnitt, der monatliche Schwankungen ausgleicht, wurde beim CFNAI ein Wert von -0,06 Punkten ausgewiesen, nach revidiert +0,02 Zählern im März.
In Fokus stand vor allem die Aktie von Börsenneuling Facebook (ISIN US30303M1027/ WKN A1JWVX). Diese muss am zweiten Handelstag kräftige Kursabschläge hinnehmen und verlor bis zum Abend knapp 11 Prozent auf knapp 34 US-Dollar. Zwischenzeitlich war der Titel sogar bis auf 33 US-Dollar eingebrochen. Am vergangenen Freitag hatte die Facebook-Aktie ihr spektakuläres Börsendebut gegeben und war zu einem Ausgabepreis von 38 US-Dollar je Aktie in den Handel gestartet. Dabei verlief das IPO alles andere als reibungslos und nach einem Sprung bis auf 45 US-Dollar schloss der Titel knapp über dem Ausgabepreis.
Im Blickpunkt befand sich daneben u.a. auch Yahoo (NasdaqGS: YHOO - Nachrichten) ! (ISIN US9843321061/ WKN 900103). Der Internet-Medienkonzern hat eine Vereinbarung über den schrittweisen Verkauf seiner Beteiligung an dem chinesischen Internet-Konzern Alibaba Group Holding Ltd., der Muttergesellschaft des eCommerce-Spezialisten Alibaba.com Ltd. (ISIN KYG017171003/ WKN A0M5W0), getroffen. Wie aus einer am Sonntagabend veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, werde Alibaba im Zuge der Vereinbarung zunächst 20 Prozent seiner ausstehenden Aktien von Yahoo! erwerben. Der US-Konzern erhält aus dem Verkauf mindestens 6,3 Mrd. US-Dollar in bar sowie Vorzugsaktien von Alibaba im Gesamtwert von 800 Mio. US-Dollar. Das Abkommen hat damit ein Gesamtvolumen von mindestens 7,1 Mrd. US-Dollar. Das Abkommen sieht außerdem vor, dass Yahoo! seine noch verbleibende 20-prozentige Restbeteiligung schrittweise abbauen kann. Im Zuge des geplanten Börsengangs von Alibaba hat Yahoo! demnach das Recht, zunächst weitere 10 Prozent seiner Beteiligung zum IPO-Preis an Alibaba selbst oder über die Börse zu veräußern. Die dann noch verbleibende Restbeteiligung an der Alibaba Group kann Yahoo! dann unter Berücksichtigung einer Lock-Up-Frist verkaufen. Derzeit hält Yahoo! eine Beteiligung von 40 Prozent an Alibaba. Yahoo gewannen rund 1 Prozent.
Darüber hinaus hat der Industriekonzern Eaton (ISIN US2780581029/ WKN 850940) heute eine milliardenschwere Akquisition angekündigt. Demnach wurde ein Abkommen zur Übernahme des Industriekonzerns Cooper Industries (ISIN IE00B40K9117/ WKN A0X9N2) geschlossen. Im Zuge der Vereinbarung sollen Anteilseigner von Cooper Industries 39,15 US-Dollar in bar und 0,77479 Aktien des neu entstehenden Konzerns für jeden ihrer Anteilsscheine erhalten. Insgesamt entspricht dies auf Basis des letzten Schlusskurses einem Gesamtwert von 72,00 US-Dollar je Anteilsschein, was einen Aufschlag von 29 Prozent gegenüber dem Schlusskurs der Aktie vom vergangenen Freitag beinhaltet. Das Gesamtvolumen der Übernahme beläuft sich auf rund 11,8 Mrd. US-Dollar. Die Boards beider Konzerne haben die Übernahme bereits gebilligt. Eaton (NYSE: ETN - Nachrichten) gaben 0,8 Prozent nach. Cooper-Papiere legten mehr als 25 Prozent zu.
Papiere von Lowe`s (ISIN US5486611073/ WKN 859545) verbilligten sich um 10,1 Prozent. Die zweitgrößte US-Baumarktkette erklärte, dass ihr Gewinn im ersten Quartal gestiegen ist, was vor allem auf ein solides Umsatzwachstum zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Ebene geschlagen. Jedoch wurde der Jahresausblick nach unten korrigiert.
Die Donut-Kette Krispy Kreme Doughnuts (ISIN US5010141043/ WKN 927087) gab indes bekannt, dass ihr Gewinn im ersten Quartal gesunken ist, was auf eine Steuerrückstellung zurückzuführen ist. Auf bereinigter Basis konnten die Erwartungen geschlagen werden. Zudem wurde der Jahresausblick bestätigt. Die Titel rückten um 10,5 Prozent vor.
Der Nahrungsmittelkonzern Campbell Soup (ISIN US1344291091/ WKN 850561) hat im dritten Quartal trotz gestiegener Umsatzerlöse einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Auf bereinigter Ebene wurden die Erwartungen des Marktes jedoch übertroffen. Die Jahresplanung wurde indes bekräftigt. Campbell büßten 1,9 Prozent ein.
Daneben gaben Anteilsscheine von BlackRock (Frankfurt: 928193 - Nachrichten) (ISIN US09247X1019/ WKN 928193) um 2,4 Prozent nach. Die britische Großbank Barclays (ISIN GB0031348658/ WKN 850403) meldete heute, dass sie beabsichtigt, ihre gesamte Beteiligung in Höhe von 19,6 Prozent am US-Vermögensverwalter zu verkaufen.
Schließlich hat Smith & Wesson (NasdaqGS: SWHC - Nachrichten) (ISIN US8317561012/ WKN 797652), ein Hersteller von Handfeuerwaffen, im vierten Quartal nach vorläufigen Berechnungen beim Umsatz besser abgeschnitten als zuvor erwartet. Profitiert habe man vor allem von der deutlich gestiegenen Nachfrage nach Pistolen und Sportfeuerwaffen, hieß es. Smith & Wesson zogen vor diesem Hintergrund um 5,8 Prozent an. (21.05.2012/ac/n/m)





