New York (Frankfurt: A0DKRK - Nachrichten) (www.aktiencheck.de) - Die US-Leitindizes verbuchten am Freitag tiefrote Vorzeichen. Dabei belasteten zum 25-jährigen Jahrestag des historischen schwarzen Montags von 1987 vor allem enttäuschende Quartalszahlen von Google (NasdaqGS: GOOG - Nachrichten) , Microsoft (NasdaqGS: MSFT - Nachrichten) und McDonald`s. Auch die jüngste Umsatzentwicklung bei General Electric (NYSE: GE - Nachrichten) blieb hinter den Marktschätzungen zurück. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) verlor 1,52 Prozent auf 13.343,59 Zähler. Der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) präsentierte sich mit einem Minus von 2,19 Prozent bei 3.005,62 Zählern, während der S&P 500 (SNP: ^GSPC - Nachrichten) (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) einen Abschlag von 1,66 Prozent auf 1.433,19 Punkte verzeichnete.
Die saisonbereinigte Verkaufszahl bestehender Häuser ist im September 2012 gefallen. Laut National Association of Realtors (NAR, Nationale Vereinigung der Immobilienverkäufer) verringerte sich die Zahl gegenüber dem Vormonat auf 4,75 Millionen. Volkswirte hatten mit einer Zahl von 4,70 Millionen gerechnet, nachdem sich die Verkaufszahl im August auf revidiert 4,83 (vorläufig: 4,82) Millionen belaufen hatte.
Im Blickpunkt der Anleger stand auch heute Google (ISIN US38259P5089/ WKN A0B7FY). Der Internet-Konzern hat bereits im gestrigen Mittagshandel überraschend die Zahlen für das dritte Quartal 2012 per Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC veröffentlicht. Ursprünglich war die Veröffentlichung erst nach Börsenschluss erwartet worden. Der Konzern wies dabei trotz Umsatzsprung rückläufige Gewinne aus und verfehlte so die Erwartungen klar. Besonders die Übernahme von Motorola Mobility sorgte für Ergebnisbelastungen. Daneben hatte man unter gestiegenen Kosten und rückläufigen Werbepreisen zu leiden. Kurz nach Bekanntgabe der Geschäftszahlen war die Google-Aktie eingebrochen und vom Handel ausgesetzt worden. Nach Wiederaufnahme des Handels schloss der Titel mit einem Abschlag von 8 Prozent. Im Freitaghandel verloren Google weitere 1,9 Prozent.
Des Weiteren hat der Software (Xetra: 11213895.DE - Nachrichten) -Konzern Microsoft (ISIN US5949181045/ WKN 870747) gestern nachbörslich für das erste Fiskalquartal 2012/13 aufgrund der Nachfrageschwäche nach PCs und vor der Einführung von Windows 8 einen unerwarteten Umsatzrückgang um 8 Prozent ausweisen müssen. Der Gewinn ging um 22 Prozent zurück und verfehlte ebenfalls die Erwartungen. Die Aktie des weltgrößten Software-Herstellers gab vor diesem Hintergrund 2,9 Prozent ab.
Daneben hat AMD (ISIN US0079031078/ WKN 863186) seine Zahlen für das dritte Quartal 2012 veröffentlicht. Dabei musste der weltweit zweitgrößte Hersteller von Mikroprozessoren einen Umsatzrückgang hinnehmen und einen Verlust ausweisen. Die Erwartungen wurden verfehlt und für das vierte Quartal wurden umfassende Restrukturierungsmaßnahmen inkl. eines Stellenabbaus von weltweit 15 Prozent der Mitarbeiter angekündigt. Für das laufende Quartal werden Kosteneinsparungen von 20 Mio. US-Dollar und für 2013 von 190 Mio. US-Dollar erwartet. Titel von AMD (NYSE: AMD - Nachrichten) brachen um 17 Prozent ein.
Heute teilte der Mischkonzern General Electric (GE) (ISIN US3696041033/ WKN 851144) mit, dass sein Gewinn im dritten Quartal gestiegen ist, was mit einer starken Entwicklung der Industrial (Mexico: ST2000.MX - Nachrichten) -Segmente zusammenhängt. Dabei profitierte man von einer starken Nachfrage in den USA und Asien, während das Geschäft in Europa schwierig blieb. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen erfüllt. Für das Geschäftsjahr 2012 rechnet der Konzern weiterhin mit einem zweistelligen Ergebniswachstum. GE verloren 3,5 Prozent.
Die Schnellrestaurantkette McDonald`s (ISIN US5801351017/ WKN 856958) musste im dritten Quartal angesichts negativer Wechselkurseffekte und der weiterhin schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen einen Gewinnrückgang ausweisen. Die Erwartungen der Analysten wurden damit verfehlt. Anteilsscheine von McDonald`s verbilligten sich um 4,4 Prozent.
Der Industriekonzern Honeywell (ISIN US4385161066/ WKN 870153) hat im dritten Quartal einen Gewinnanstieg verbucht. Nach Aussage des Konzerns habe man vor allem von der anhaltend guten Absatzentwicklung in wachstumsstarken Märkten und der erfolgreichen Einführung neuer Produkte profitieren können. Die Marktschätzungen wurden übertroffen. Im Anschluss wurde jedoch die Prognose für das laufende Fiskaljahr nach unten revidiert. Honeywell legten am Ende um 1,8 Prozent zu.
Papiere von Coca-Cola (ISIN US1912161007/ WKN 850663) tendierten 1,1 Prozent leichter. Der weltgrößte Softdrink-Konzern gab gestern nach Börsenschluss bekannt, dass sein Board ein neues Aktienrückkaufprogramm genehmigt hat. Demnach hat das Gremium demnach das Unternehmen dazu ermächtigt, zusätzliche 500 Millionen eigene Aktien zurückzukaufen. Das neue Programm tritt in Kraft, sobald das laufende Aktienrückkaufprogramm, das im Jahr 2006 begann, abgeschlossen ist. Zur Laufzeit des neuen Programms wurden keine Angaben gemacht. Darüber hinaus teilte der Erfrischungsgetränkehersteller mit, dass sein Board eine reguläre Quartalsdividende in Höhe von 25,5 Cents pro Aktie beschlossen hat.
Der weltgrößte Ölfeld-Servicedienstleister Schlumberger (ISIN AN8068571086/ WKN 853390) verkündete, dass sich sein Gewinn im dritten Quartal erhöht hat, was mit verstärkten internationalen Bohraktivitäten zusammenhängt. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis übertroffen. Indes erklärte der Konkurrent Baker Hughes (ISIN US0572241075/ WKN 872933), dass sich sein Gewinn im dritten Quartal mehr als halbiert hat, was vor allem auf schwache Bohraktivitäten in Nordamerika zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden damit verfehlt. Während Schlumberger um 1,1 Prozent zurückfielen, ging es für Baker Hughes (EUREX: BHIF.EX - Nachrichten) um 5 Prozent nach unten.
Derweil meldete der Anlagen- und Maschinenbaukonzern Ingersoll-Rand (ISIN IE00B6330302/ WKN A0NEQZ), dass er im dritten Quartal einen Gewinnsprung verbuchen konnte, was auf eine Sonderbelastung im Vorjahr in Zusammenhang mit der Veräußerung der Sparte Hussmann zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Ebene geschlagen. Jedoch wurde ein schwacher Ausblick auf das laufende Quartal gegeben. Ingersoll-Rand zogen um 1,5 Prozent an.
Zu guter Letzt gab der Agrarkonzern Archer Daniels Midland (ADM) (ISIN US0394831020/ WKN 854161) bekannt, dass er seine Beteiligung an der australischen GrainCorp (Berlin: G3C.BE - Nachrichten) (ISIN AU000000GNC9/ WKN 626517) erhöht hat. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, hat der Konzern demnach am Donnerstagabend weitere 10 Prozent der GrainCorp-Anteile erworben und hält somit eine Beteiligung in Höhe von insgesamt 14,9 Prozent an dem in Sydney ansässigen Getreidehandelskonzern. Im Rahmen der Transaktion zahlte ADM 11,75 Australische Dollar für jeden GrainCorp-Anteilsschein. ADM-Aktien gaben 1,9 Prozent ab. (19.10.2012/ac/n/m)

