New York (Frankfurt: A0DKRK - Nachrichten) (www.aktiencheck.de) - Die US-Leitindizes präsentieren sich am heutigen Dienstag vor dem Hintergrund von Sorgen bezüglich der jüngsten Entwicklungen in der Eurozone sowie angesichts eines zurückhaltenden Ausblicks seitens Texas Instruments (NYSE: TXN - Nachrichten) mit leicht roten Vorzeichen. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) verliert aktuell 0,29 Prozent auf 12.684,98 Zähler. Der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) präsentiert sich mit einem Minus von 0,04 Prozent bei 2.889,07 Zählern, während der S&P 500 (SNP: ^GSPC - Nachrichten) (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) derzeit einen Abschlag von 0,11 Prozent auf 1.348,97 Punkte zeigt. In Kürze wird noch der FHFA Hauspreisindex veröffentlicht.
Bereits gestern nach Börsenschluss hat Texas Instruments (ISIN US8825081040/ WKN 852654) die Ergebnisse für das zweite Geschäftsquartal des Jahres präsentiert. Zwar musste das Unternehmen Rückgänge beim Umsatz und Gewinn verbuchen, allerdings konnten die Analystenschätzungen beim bereinigten EPS geschlagen werden. Indes wurde ein vorsichtiger Umsatzausblick für das laufende Quartal gegeben. Aktien von Texas Instruments gewinnen zurzeit 0,2 Prozent hinzu.
Heute beherrscht eine wahre Flut an Quartalszahlen das Marktgeschehen. Der weltgrößte Haushaltsgerätehersteller Whirlpool (ISIN US9633201069/ WKN 856331) meldete, dass er im zweiten Quartal einen Gewinn erzielt hat, nachdem im Vorjahr angesichts hoher Sonderbelastungen noch ein Verlust verbucht worden war. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis jedoch verfehlt, was mit einer schwachen Nachfrage in Europa und einem stärkeren US-Dollar zusammenhängt. Indes wurde der Ausblick bestätigt. Whirlpool (NYSE: WHR - Nachrichten) verlieren fast 7 Prozent.
Der zweitgrößte US-Chemiekonzern DuPont (ISIN US2635341090/ WKN 852046) erklärte, dass er im zweiten Quartal trotz eines soliden Umsatzanstiegs einen etwas niedrigeren Gewinn erzielt hat, was mit Einmaleffekten zusammenhängt. Die Erwartungen konnten auf bereinigter Basis geschlagen werden. Zudem wurde der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr konkretisiert. DuPont büßen momentan 0,4 Prozent ein.
Papiere von AT&T (München: A0HL9Z - Nachrichten) (ISIN US00206R1023/ WKN A0HL9Z) tendieren im frühen Handel 0,3 Prozent leichter. Der Telekommunikationskonzern konnte im zweiten Quartal 2012 dank eines guten Mobilfunkgeschäfts ein Ergebnisplus ausweisen und die Analystenschätzungen schlagen.
Der Logistikkonzern UPS (ISIN US9113121068/ WKN 929198) konnte im zweiten Quartal 2012 zwar ein Gewinnwachstum erzielen, hat die Erwartungen aber verfehlt. Ferner wurde der Ausblick aufgrund der unsicheren Aussichten der weltweiten Märkte nach unten revidiert. Indes gab der Rüstungskonzern Lockheed Martin (ISIN US5398301094/ WKN 894648) bekannt, dass sein Gewinn im zweiten Quartal gestiegen ist, was auf Kostensenkungen und erhöhte Umsätze zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Die Jahresergebnisprognose wurde indes angehoben, während die Umsatzplanung bestätigt wurde. Während UPS um 2 Prozent nachgeben, rücken Lockheed um 1,2 Prozent vor.
Der Druckerhersteller Lexmark (ISIN US5297711070/ WKN 898072) teilte mit, dass sich sein Gewinn im zweiten Quartal mehr als halbiert hat, was auf eine schwächer Nachfrage, vor allem in Europa, sowie negative Währungseffekte zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis verfehlt. Anteilsscheine von Lexmark verbilligen sich derzeit um 8 Prozent.
Daneben hat der Technologiekonzern EMC (ISIN US2686481027/ WKN 872526) im zweiten Quartal eine Gewinnsteigerung erzielt und konnte die Erwartungen erfüllen. Unter anderem habe man von der starken Entwicklung im Bereich Cloud-Computing sowie weiter verbesserten Margen profitieren können. An dem Jahresausblick wurde festgehalten. Titel von EMC (NYSE: EMC - Nachrichten) steigen um 1,1 Prozent.
Zu guter Letzt gibt es noch zwei interessante Neuigkeiten abseits der Quartalsbilanzen. Wie die Europäische Kommission heute mitteilte, hat sie die geplante Übernahme der britischen NDS Group Ltd., die Technologie und Software (Frankfurt: SOWN.F - Nachrichten) für den Pay-TV-Sektor anbietet, durch den Technologiekonzern Cisco Systems (ISIN US17275R1023/ WKN 878841) im Rahmen der EU-Fusionskontrollverordnung genehmigt. Cisco gab bereits Mitte März bekannt, dass man die NDS Group in einer Transaktion im Gesamtvolumen von rund 5 Mrd. US-Dollar übernehmen wird. Den Angaben zufolge handelt es sich bei NDS um einen führenden Anbieter von end-to-end Software-Lösungen für die Pay-TV-Industrie, darunter Video-Software sowie Content Security-Lösungen. Das Transaktionsvolumen beinhaltet auch die Übernahme von Verbindlichkeiten. Die NDS Group beschäftigt mehr als 5.000 Mitarbeiter und hat ihren Hauptsitz in London. Sie gehört zu 51 Prozent dem Private Equity-Fonds Permira und zu 49 Prozent dem Medienkonzern News Corp. (ISIN US65248E1047/ WKN A0DLJU). Cisco tendieren trotz der jüngsten Entscheidung mit einem Minus von 4,5 Prozent.
Darüber hinaus hat Apple (Xetra: 865985 - Nachrichten) (ISIN US0378331005/ WKN 865985) einen Teilerfolg im Prozess gegen Samsung Electronics (ISIN US7960502018/ WKN 881823) erzielt. Dies geht aus dem Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf zum Streit zwischen dem US-Technologiekonzern und dem südkoreanischen Wettbewerber um angebliche Patentverletzungen bei Tablet-PCs hervor. Demnach hat der 20. Zivilsenat des Oberlandesgerichts heute den Vertrieb des "Galaxy Tab 7.7" in der Europäischen Union (außer Deutschland) verboten, den Vertrieb des "Galaxy Tab 10.1. N" aber erlaubt. Hinsichtlich des "Galaxy Tab 10.1 N" hat der Senat die landgerichtliche Entscheidung bestätigt, wonach das gegenüber dem "Galaxy (BSE: GALAGEX.BO - Nachrichten) 10.1" veränderte Gerät das Apple (NasdaqGS: AAPL - Nachrichten) -"iPad" weder unerlaubt nachahme noch das Apple-Gemeinschaftsgeschmacksmuster verletze, teilte das Gericht weiter mit. Aktien von Apple ziehen aktuell um 0,4 Prozent an.
Am Abend werden mit Spannung die jüngsten Resultate von u.a. Apple, Juniper Networks (Xetra: 800910.DE - Nachrichten) , Norfolk Southern (NYSE: NSC - Nachrichten) und Unisys (München: A0YCM4 - Nachrichten) erwartet.(24.07.2012/ac/n/m)



