New York (Frankfurt: A0DKRK - Nachrichten) (www.aktiencheck.de) - Die US-Leitbörsen zeigen sich nach der Talfahrt der vergangenen Handelstage kurz nach Handelseröffnung am Freitag freundlich. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) notiert aktuell mit einem Plus von 0,21 Prozent bei 12.464,38 Punkten. Der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) präsentiert sich mit einem Aufschlag von 0,15 Prozent bei 2.818,63 Zählern, während der S&P 500 (SNP: ^GSPC - Nachrichten) (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) derzeit ein Plus von 0,21 Prozent auf 1.307,88 Punkte zeigt. Am Vorabend hatten die US-Leitindizes angesichts schwacher US-Konjunkturdaten und Befürchtungen über eine weitere Eskalation der Schuldenkrise in der Eurozone deutlich im Minus geschlossen. Auch heute bleiben viele Marktteilnehmer vorsichtig, zumal die Ratingagentur Moody´s am Donnerstagabend die Kreditwürdigkeit von sechzehn spanischen Großbanken heruntergestuft hatte.
Zu Handelsbeginn stehen unter anderem Anteilsscheine der Einzelhandelskette Gap (ISIN US3647601083/ WKN 863533) im Fokus. Am Vorabend hatte der Konzern besser als erwartet ausgefallene Geschäftszahlen für das erste Quartal vorgelegt und die Gewinnprognose für das laufende Fiskaljahr angehoben. Kurz nach Handelsstart muss das Papier leichte Abschläge hinnehmen.
Der amerikanische Software (Frankfurt: SOWN.F - Nachrichten) -Konzern Salesforce.com (ISIN US79466L3024/ WKN A0B87V) konnte am Donnerstagabend nach Börsenschluss ebenfalls mit besser als erwartet ausgefallenen Zahlen für das erste Quartal aufwarten. Das bereinigte Ergebnis lag dabei über den Erwartungen. Infolge der guten Zahlen wurde der Ausblick erhöht. Wie der Cloud-Computing-Spezialist am Donnerstagabend nach US-Börsenschluss mitteilte, lag der Umsatz im ersten Fiskalquartal 2012/2013 mit 695,5 Mio. US-Dollar um 38 Prozent über dem Vorjahreswert von 504,4 Mio. US-Dollar. Beim Nettoergebnis wurde im Berichtszeitraum ein Verlust von 19,5 Mio. US-Dollar bzw. 14 Cents je Aktie ausgewiesen, nach einem Nettogewinn von 530.000 US-Dollar bzw. einem Break Even beim Gewinn je Aktie im Vorjahreszeitraum. Ohne die Berücksichtigung negativer Einmaleffekte konnte der Konzern im Berichtszeitraum einen bereinigten Gewinn von 37 Cents je Aktie ausweisen. Analysten hatten im Vorfeld einen Gewinn von 34 Cents je Aktie bei Umsatzerlösen von 678,2 Mio. US-Dollar erwartet. Für das laufende zweite Quartal liegen die Analystenschätzungen bei einem EPS von 38 Cents sowie einem Umsatz von 713,8 Mio. US-Dollar. Salesforce.com selbst erwartet ein bereinigtes EPS von 38 bis 39 Cents und Erlöse von 724 bis 728 Mio. US-Dollar. Im Anschluss wurde die Umsatzprognose für das laufende Fiskaljahr auf 2,97 bis 3,00 Mrd. US-Dollar angehoben, während der bereinigte Gewinn je Aktie bei 1,60 bis 1,63 US-Dollar liegen soll. Bislang hatte das Unternehmen Erlöse von 2,92 bis 2,95 Mrd. US-Dollar und ein EPS von 1,58 bis 1,62 US-Dollar in Aussicht gestellt. Analysten gehen für das laufende Fiskaljahr von einem EPS von 1,62 US-Dollar bei Umsatzerlösen von 2,91 Mrd. US-Dollar aus. Im frühen Handel kann das Papier Zugewinne von mehr als 10 Prozent einfahren.
Der amerikanische Netzwerkausrüster Brocade Communications Systems (ISIN US1116211087/ WKN 922590) meldete sich am Donnerstagabend nachbörslich ebenfalls mit unerwartet starken Zahlen für das zweite Quartal zu Wort. Dabei konnte der Gewinn trotz leicht rückläufiger Umsätze deutlich gesteigert werden. Die Analystenerwartungen wurden übertroffen. Dennoch präsentiert sich die Aktie nach Handelsstart mit einem Minus von 1 Prozent.
Auch am Freitag meldeten sich einige Unternehmen mit Quartalsausweisen zu Wort. So verbuchte der US-Schuhhändler Brown Shoe (ISIN US1157361007/ WKN 860860) im ersten Quartal trotz höherer Umsatzerlöse einen Gewinnrückgang. Auf bereinigter Basis konnte der Gewinn jedoch gesteigert und die Analystenschätzungen knapp übertroffen werden. Die Aktie präsentiert sich aktuell mit einem Zugewinn von 6,5 Prozent. Auch der Konkurrent Foot Locker (ISIN US3448491049/ WKN 877539) legte seinen Quartalsbericht vor und konnte dabei mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisplus überzeugen. Kurz nach Handelsstart kann der Wert mehr als 13 Prozent zulegen.
Deutliche Zugewinn sind auch beim Mode-Einzelhändler Ann Inc. (ISIN US0356231078/ WKN A1H8BF) auszumachen, nachdem dieser im ersten Quartal die Analystenschätzungen übertreffen konnte. Derzeit zieht der Wert um 5,5 Prozent an.
Weniger gut lief es beim Einzelhändler Kirkland´s (ISIN US4974981056/ WKN 570792), der am Freitag einen Gewinnrückgang im ersten Quartal ausweisen musste. Auch der Ausblick auf das laufende Quartal fiel schwächer als von Analysten erwartet aus. Entsprechend schwach fiel auch die Reaktion der Marktteilnehmer aus: Die Aktie ist aktuell mit einem Abschlag von 8,8 Prozent unter den größten Verlierern zu finden.
Für Aufsehen sorgen zu Handelsbeginn außerdem Medienberichte, wonach der IT-Konzern Hewlett-Packard (ISIN US4282361033/ WKN 851301) einen massiven Stellenabbau plant. Wie der Blog "All Things Digital" am Donnerstag unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, werde Hewlett Packard (NYSE: HPQ - Nachrichten) -CEO Meg Whitman am kommenden Mittwoch den Abbau von rund 30.000 Stellen ankündigen. Zum jetzigen Zeitpunkt stehe die exakte Zahl der geplanten Stellenstreichungen noch nicht fest. Der geplante Personalabbau solle laut dem Bericht über einen relativ langen Zeitraum von bis zu einem Jahr erfolgen. Einem Teil der Mitarbeiter solle außerdem ein freiwilliges Ausscheiden über Abfindungsprogramme und vorzeitige Ruhestandsregelungen ermöglicht werden, hieß es. Auch das "Wall Street Journal" hatte unter Berufung auf informierte Kreise über einen möglicherweise bevorstehenden groß angelegten Stellenabbau bei Hewlett-Packard berichtet. Nach Informationen der Wirtschaftszeitung sollen demnach rund 25.000 bis 30.000 Arbeitsplätze abgebaut werden. Derzeit tendiert die Aktie mit einem Minus von 0,3 Prozent leicht schwächer. (18.05.2012/ac/n/m)

