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    VW-Manager Neumann wird offenbar schon im März Opel-Chef

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    Hamburg (dapd-hes). Der Autokonzern Volkswagen lässt seinen Spitzenmanager Karl-Thomas Neumann wohl schon zum 1. März auf den Chefsessel des verlustreichen Konkurrenten Opel wechseln und damit früher als erwartet. VW entlasse Neumann, dessen Vertrag noch bis Ende Juni laufe, vorzeitig aus seinen Verpflichtungen, berichtete das Nachrichtenmagazin "Spiegel". Neumann wird seit Monaten als Nachfolger von Opel-Übergangschef Thomas Sedran gehandelt, der die schwer angeschlagene Europa-Tochter des US-Konzerns General Motors (GM (NYSE: GM - Nachrichten) ) seit Mitte Juli 2012 leitet.

    Weil Neumann noch Fristen aus dem Beschäftigungsverhältnis mit VW einhalten sollte und die Wolfsburger ihn nicht sofort ziehen lassen wollten, war mit seinem Wechsel zu Opel nicht vor dem Sommer gerechnet worden. Neumann leitete zuletzt das Chinageschäft bei VW. Er wurde jedoch 2012 abgelöst und war seitdem praktisch freigestellt.

    Ein VW-Sprecher sagte zu dem Bericht, der Konzern kommentiere keine Spekulationen über Personalien. Ähnlich äußerte sich auch ein Firmensprecher von Opel.

    Die Opel-Führung erwartet unterdessen auch in den kommenden Jahren weitere Verluste. "Wir schreiben 2013 und 2014 rote Zahlen, 2014 hoffentlich weniger", sagte Stephen Girsky, Opel-Aufsichtsratschef und Vize von GM, dem Magazin "Focus". Ein ausgeglichenes Ergebnis werde "je nach Marktlage" 2015 oder 2016 erreicht. Das bestätigt die Ziele von GM. Der US-Konzern hatte im Herbst erklärt, Opel könnte "Mitte des Jahrzehnts" an die Gewinnschwelle kommen.

    In den vergangenen Jahren hat Opel horrende Verluste angehäuft. Die GM-Tochter leidet besonders unter der Absatzkrise der Autobranche in Europa, auch weil ihr die Mutter den Zugang zu vielversprechenden Märkten außerhalb Europas verweigert.

    GM steuert mit harten Einschnitten gegen die roten Zahlen an. So wird Ende 2016 die Autoproduktion in Bochum auslaufen. "Wir haben keine weitere Werksschließung geplant", sagte Interimschef Sedran dem "Focus". Hoffnung setzt Opel auf den neuen Kleinwagen Adam, der seit der vergangenen Woche in Eisenach vom Band läuft.

    Die "Wirtschaftswoche" berichtete, Sedran werde auch dann bei Opel bleiben, wenn Neumann dort Chef wird. Der Sanierungsexperte Sedran solle dann seine alte Rolle als Strategievorstand wieder übernehmen, schrieb das Magazin unter Berufung auf Firmenkreise.

    dapd

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