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    Versicherer: "Für die Zukunft gut aufgestellt"

    AKTUELLER KURS

    SymbolKursVeränderung
    AGN.L3,28-0,01
    BASI.MC0,000,00
    CS.PA9,600,17
    SLFPF.PK3,250,00
    PRU.L676,506,50

    Das in London ansässige Unternehmen S&P Capital IQ sieht in ihrem jüngsten Aktien-Research-Report den europäischen Versicherungssektor als sehr gut für das Geschäftsjahr 2012 aufgestellt - unabhängig von bestehenden Makro-Risiken. Die Empfehlung für Investments in diese Branche lautet daher "Übergewichten".

    In dem Report kategorisieren die Briten die Versicherer in "Nomaden" und "Farmer". Die Nomaden, wie Prudential (London: PRU.L - Nachrichten) , Generali (Madrid: BASI.MC - Nachrichten) und Zurich Financial Services ("ZFS"), sind demnach die Lebensversicherer, die am deutlichsten von Neugeschäftszugängen profitieren, so dass ihr Kurs eindeutig auf Wachstum steht. Sie haben sich produktseitig und geografisch erfolgreich aufgestellt und damit eine gute Ausgangsbasis zum Angreifen neuer Märkte geschaffen.

    Den "Nomaden" stellen die die "Farmer" gegenüber. Dazu zählen Axa (Paris: FR0000120628 - Nachrichten) , Aegon (London: AGN.L - Nachrichten) , Allianz, Legal and General und Standard Life (Other OTC: SLFPF.PK - Nachrichten) , die zwar Zugewinne im Wachstum verzeichnen können, aber stark von bereits bestehenden Produkten und Märkten abhängig sind, um ihr gegenwärtiges Gewinnniveau (nach IFRS) im Sektor "Leben" zu halten. Für sie werde es schwierig werden, weiterhin Gewinne zu verzeichnen, wenn ein signifikanter Aufschwung im Neugeschäft mit bestehenden Produkten auf gewohnten Märkten ausbleibe.

    Im Rahmen dieser Nomaden/Farmer-Analyse hat S&P Capital IQ die Zurich Financial Services von "hold" auf "buy" hochgestuft. Das Unternehmen weist sowohl ein hohes Wachstum im Bereich "Leben" als auch einen Zuwachs im Nicht-Leben-Geschäft (der sich noch nicht in der Bewertung niederschlägt) auf. Die Aktie des Lebensversicherers Aegon stuften die Analysten dagegen von "strong buy" auf "buy" herab, da nicht erkennbar ist, dass das Unternehmen nach seiner jüngsten Kursentwicklung einen relativen Wertzuwachs erzielen wird. S&P Capital IQ hat zudem die Allianz von "strong buy" auf "hold" herabgestuft. Zwar hat sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktie im Branchenvergleich nur geringfügig verändert, eine Outperformance halten die Experten aber für unwahrscheinlich. Damit werde das Aufwärtspotenzial der Allianz-Aktie nicht über dem Aufwärtspotenzial des Branchendurchschnitts liegen. Zudem zähle die Allianz in den Schwellenländer-Märkten nicht zu den führenden Finanzdienstleistern.

    Dazu Tony Silverman, S&P Capital IQ Aktienanalyst: "Obwohl der Gesamtsektor das Geschäftsjahr 2011 leicht enttäuschend abgeschlossen hat, konnten bereits zu Beginn 2012 positive Impulse gesetzt werden. So ist zum Stichtag 31. Januar im Vergleich zum erweiterten europäischen Aktienmarkt bereits ein Gewinn von sechs Prozent realisiert worden. Fundamentale aufsichtsrechtliche Kapitalanforderungen, wie sie derzeit an Banken gestellt werden, drohen der Branche unserer Meinung nach nicht. Damit dürften sich die geplanten Änderungen an der Industrie-Solvabilitätsverordnung "Solvency II" positiv auswirken. Hohe Dividendenrenditen sind im Großen und Ganzen nachhaltig, auch wenn es in einigen Fällen Gründe für einen gewissen Grad an Besorgnis gibt. Die Kurs-Gewinn-Verhältnisse verbleiben auf derzeitigem Niveau, operative Ergebnisse können gesteigert werden. Vor diesem Hintergrund gehen wir - vor Berücksichtigung der makroökonomischen Risiken - von einer moderaten Outperformance der Versicherungsbranche aus."

    (DIF)

     

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