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    Verhandlungen über Opel-Sanierungsplan werden fortgesetzt

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    Rüsselsheim (dapd). Bei der geplanten Sanierung des angeschlagenen Autoherstellers Opel gibt es noch keine Einigung zwischen Management und Arbeitnehmervertretung. Die Verhandlungen über ein Zukunftskonzept für die Tochter des US-Konzerns General Motors (GM (NYSE: GM - Nachrichten) ) würden fortgesetzt, teilten der Opel-Gesamtbetriebsrat und die IG Metall am Freitag in Rüsselsheim mit.

    Ziel sei es, mit der Geschäftsleitung der Adam Opel AG sobald wie möglich zu einer Vereinbarung zu kommen. "Wir brauchen schlicht noch mehr Zeit und wollen eine gute Einigung nicht durch Zeitdruck gefährden", erklärte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Wolfgang Schäfer-Klug. Der IG-Metall-Vorsitzende Berthold Huber sagte, Ziel der Verhandlungen sei "eine Vereinbarung, die die Schwächephase des europäischen Automobilmarktes überbrückt und dabei Beschäftigung an allen Standorten langfristig sichert".

    Alle Beteiligten hätten das gemeinsame Ziel, das Unternehmen so schnell wie möglich zu Profitabilität zurückzuführen und eine nachhaltig positive Zukunft für Opel und die Schwestermarke Vauxhall, die Mitarbeiter, Händler und Zulieferer zu sichern, hieß es in der Mitteilung weiter. Einzelheiten zum weiteren Ablauf der Verhandlungen wurden nicht genannt.

    Verhandlungen laufen seit Monaten

    Gewerkschaft und Opel-Management verhandeln seit Monaten über eine Zukunftsstrategie für die deutschen Standorte. Ursprünglich hatten sie sich den 26. Oktober als Frist für eine Einigung gesetzt.

    Für die drohende Hängepartie machte die IG Metall bislang Konzeptlosigkeit bei der Firmenführung verantwortlich. Opel fährt seit Jahren horrende Verluste ein, gegen die GM mit Stellenabbau ansteuert. Immer wieder ist auch eine Schließung des Bochumer Werks im Gespräch.

    Am Mittwoch hatte Opel mitgeteilt, dass das Unternehmen zusammen mit der französischen PSA Peugeot Citroën vier Fahrzeugmodelle entwickelt wolle, um damit der Absatzkrise in Europa trotzen. Die ersten Autos der Allianz sollen bis Ende 2016 auf den Markt kommen.

    Von den Beschäftigten kam postwendend Kritik an den Plänen. Das Europäische Arbeitnehmerforum von Opel und Vauxhall "wird nicht akzeptieren, dass die Beschäftigten gegeneinander ausgespielt werden - weder innerhalb eines der beiden Unternehmen noch zwischen den Unternehmen", hieß es in einer Erklärung von Opel-Betriebsratschef Schäfer-Klug und mehr als 20 weiteren Arbeitnehmervertretern.

    Am Freitag gab das Bundeskartellamt grünes Licht für die geplante strategische Allianz des Opel-Mutterkonzerns GM mit dem französischen Autobauer. Langfristig wollen die Konzerne dadurch jährlich rund 1,5 Milliarden Euro einsparen.

    dapd

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