Washington (dapd). Die Festlegung des Referenzzinssatzes Libor im Interbankengeschäft ist nach Auffassung des US-Finanzministeriums manipulationsanfällig und gefährdet die Finanzmarktstabilität. Banken seien in der Lage den Zinssatz zu beeinflussen, heißt es in einem am Freitag veröffentlichten Bericht.
Ein britischer Bankenverband holt jeden Morgen bei internationalen Kreditinstituten Informationen über deren Krediterwartungen ein und legt den Libor dementsprechend fest. Vor drei Wochen hatte die britische Bank Barclays eingeräumt, falsche Angaben gemacht zu haben, um den Zinssatz niedrig zu halten. Derzeit wird wegen Manipulationsverdachts gegen weitere Großbanken ermittelt.
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