US-Aktienmarkt steigt im Frühhandel wegen Konjunkturoptimismus auf Jahreshoch

boersego

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, Montag, 23. November 2009, um 15:54 CET

New York (BoerseGo.de) - Knapp nach Beginn des Aktienhandels in New York zeigt die Richtung der Indizes nach deren jüngsten Verschnaufpause signifikant nach oben. Der Dow Jones legte zuletzt um 1,43 Prozent auf 10.466 Punkte zu. Damit überschreitet der Standardwerte-Index das vorwöchtige Allzeithoch von 10.438. Der S&P 500 stieg um 1,7 Prozent auf 1.109,84 Punkte. Beim Technologie-Index Nasdaq ging es um 1,72 Prozent auf 2.182,92 Punkte nach oben.

Der Optimismus unter den Anlegern resultiert unter anderem auf dem Weiterlauf der Rally an den Rohstoffmärkten. So legte zuletzt der Goldpreis auf ein weiteres Allzeithoch von nahe 1.170 Dollar je Feinunze zu. Gleichzeitig gerät der Dollar wieder unter Druck.

Zudem sehen optimistische Experten des Verbands NABE die US-Wirtschaft in 2010 vorwiegend gesunden. Die US-Wirtschaft dürfte im vierten Quartal 2009 um 3 Prozent wachsen. Für das Gesamtjahr 2010 wird mit einem Wirtschaftswachstum von 3,2 Prozent gerechnet. Somit hat der NABE seine vorangegangene Konjunkturprognose von vergangenen Oktober für die Kombination von 2009 und 2010 um einen halben Prozentpunkt nach oben korrigiert. Es sei weiters anzunehmen, dass das Bruttoinlandsproduktwachstum ausreicht, um bis Ende 2010 die Produktion wieder auf das Niveau vorangegangener Allzeithöhen zu bringen. Die Erholung des Hausmarktes werde angetrieben von niedrigen Zinsen an Fahrt gewinnen. Die Erwartungen zu den Baubeginnen sehen für 2010 einen kräftigen Anstieg von 36 Prozent vor. Die Investitionen in Wohnimmobilien sollen um 9 Prozent zulegen.

Im übrigen dürfte sich für den weiteren deutlichen Anstieg der Aktien-und Rohstoffmärkte die nach wie vor reichlich vorhandene und nach Anlage suchende Liquidität hauptverantwortlich zeigen.

Die Federal Reserve soll sich nach Ansicht des Präsidenten der Federal Reserve Bank von St. Louis James Bullard ihre Flexibilität bewahren und als Antwort auf eine konjunkturelle Schwäche die Ankäufe von hypothekenbesicherten Wertpapieren und Anleihen über dem geplanten Auslauftermin in März 2010 verlängern. Daraus ergibt sich von seiten der Fed ein weiteres Bekenntnis zu extrem lockerer Geldpolitik und extrem niedrigen Zinsen, wodurch letztendlich der Aktienmarkt profitiert.

Ein impulsgebender Faktor könnte durch die um 16.00 Uhr MEZ zur Veröffentlichung anstehenden Daten zu den Verkäufen bestehender Häuser für Oktober resultieren. Der von Bloomberg erhobene Konsens sieht einen Anstieg von 2,3 Prozent auf annualisiert 5,7 Millionen vor. Dies stelle den sechsten Anstieg innerhalb von sieben Monaten und das höchste Niveau seit mehr als zwei Jahren dar.