New York (BoerseGo.de) – Die US-Ölförderung ist wegen der zunehmenden Erschließung von Schieferölquellen im laufenden Jahr so stark gestiegen wie es seit dem Beginn der kommerziellen Förderung im Jahr 1859 noch nie der Fall gewesen ist. Die Inlandsproduktion stieg laut Bloomberg gegenüber dem Vorjahr um einen Rekordwert von 766.000 Barrel pro Tag auf den höchsten Stand seit 15 Jahren.
Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) werden die USA im Jahr 2020 mehr Öl fördern als Saudi-Arabien oder Russland und damit der weltgrößte Ölförderer werden, was in erster Linie an der schnell steigenden Produktion aus den ölhaltigen Schieferformationen liegt.
„Sieben Jahre nachdem der ehemalige US-Präsident George W. Bush erklärte, dass Amerika abhängig von den Öllieferungen aus dem Ausland ist, könnte sich das Blatt völlig gewendet haben“, äußerte Ed Morse von der Citigroup in New York.
Die USA werden laut dem Experten ihren Status als Supermacht im 21. Jahrhundert behaupten. Es habe vor einigen Jahren noch keinerlei Hinweise darauf gegeben, dass die Ölversorgung immer stärker durch die inländische Förderung abgedeckt werden kann. Der neue Ölboom sei vor sieben Jahren noch gar nicht abzusehen gewesen.
Laut der IEA werden in den USA im Jahr 2012 im Schnitt täglich 6,41 Millionen Barrel Rohöl gefördert werden, was 14 Prozent über dem Niveau vom Jahr 2011 liegen wird. Saudi-Arabien förderte im November 9,7 Millionen Barrel pro Tag und war damit nach wie vor der größte Ölförderer der Welt.



