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    Trotz Konjunkturschwäche sinkt Arbeitslosigkeit im November leicht

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    Nürnberg/Berlin (dapd). Trotz schwächerer Konjunktur hat die Zahl der Arbeitslosen im November (Xetra: A0Z24E - Nachrichten) weiter abgenommen - allerdings nur noch leicht. Offiziell waren 2,751 Millionen Menschen ohne Job und damit 2.000 weniger als im Oktober, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Im Vergleich zum November 2011 gab es 38.000 Arbeitslose mehr. In den Vorjahren war der Rückgang auf Monatssicht jeweils deutlich stärker ausgefallen, Volkswirte hatten diesmal sogar mit einem Anstieg gerechnet. Die Arbeitsmarktdaten lösten bei Gewerkschaften und Oppositionsparteien kritische Reaktionen aus.

    Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) bezeichnete den Arbeitsmarkt als "in unruhigem Umfeld weiterhin widerstandsfähig". Sie sagte: "Wir sind hoch wachsam, aber es gibt keinen Grund für hektische Reaktionen."

    DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach warnte dagegen davor, die Lage weiter schön zu reden. Es bestehe die Gefahr, dass die deutsche Wirtschaft in den Sog der europäischen Rezession gezogen werde und sich ein Sturm am Arbeitsmarkt zusammenbraue, erklärte sie.

    Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Brigitte Pothmer, sagte: "Die fetten Jahre sind vorbei". Von der Leyen habe ihre Amtszeit als Arbeitsministerin nicht genutzt, um für schlechte Zeiten Vorsorge zu treffen und stattdessen die Mittel für Arbeitsförderung radikal zusammengestrichen.

    Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Hubertus Heil, erklärte, die neuesten Zahlen zeigten die dunklen Wolken am Arbeitsmarkt. "Es ist höchste Zeit, dass die Bundesregierung Vorsorge trifft", forderte er.

    Arbeitsmarkt ist weniger aufnahmefähig

    Wie die Bundesagentur mitteilte, verharrte die Arbeitslosenquote in Deutschland bei 6,5 Prozent. Sie lag in Westdeutschland mit 5,6 Prozent erneut deutlich unter der in Ostdeutschland (9,8 Prozent). Bayern wies mit 3,4 Prozent die bundesweit geringste Quote auf, gefolgt von Baden-Württemberg (3,8 Prozent). Schlusslicht war Berlin (11,4 Prozent).

    "Der Arbeitsmarkt reagiert auf die nachlassende konjunkturelle Dynamik weiter robust", sagte der BA-Vorstandsvorsitzende Frank-Jürgen Weise. Die aktuellen Daten zeigten überwiegend eine Seitwärtsbewegung. So sei der Arbeitsmarkt für Menschen ohne Job derzeit weniger aufnahmefähig, gleichzeitig sei aber das Risiko, seinen Job zu verlieren, weiter gering.

    Laut Weise lässt aber auch beim Beschäftigungsaufbau die Dynamik nach: Die Zahl der Erwerbstätigen und der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten habe zwar im Vergleich zum Vorjahr weiter zugenommen. Die Differenz werde aber immer geringer.

    Nach Angaben des Statistischen Bundesamts lag die Zahl der Erwerbstätigen im Oktober bei 41,94 Millionen und damit um 279.000 über dem Vorjahr, nach einem Plus von 322.000 im September. Sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren nach BA-Hochrechnungen im September 29,39 Millionen Menschen, was einem Anstieg um 407.000 auf Jahressicht entspricht. Im August hatte der Zuwachs noch 479.000 betragen.

    "2012 war ein gutes Jahr"

    Mit Ausnahme von Sachsen-Anhalt stieg die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in allen Bundesländern. Mitarbeiter werden Weise zufolge weiter in den sogenannten wirtschaftlichen Dienstleistungen, im verarbeitenden Gewerbe und im Gesundheits- und Sozialwesen eingestellt, deutlich weniger Bedarf meldet dagegen die Zeitarbeit.

    "2012 war für den Arbeitsmarkt ein gutes Jahr", sagte Weise. So seien Beschäftigung und Erwerbstätigkeit gewachsen, die Arbeitslosigkeit sei gesunken und die Nachfrage nach Arbeitskräften hoch.

    Schon im Dezember dürfte die Zahl der Menschen auf Jobsuche aber wieder steigen und im Januar wohl die Drei-Millionen-Marke überschreiten. Für 2013 prognostiziert Weise im Durchschnitt einen nur leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit, während die Beschäftigung knapp gehalten werden könnte.

    dapd

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