Washington (BoerseGo.de) - Die EU, die Europäische Zentralbank (EZB) und der Internationale Währungsfonds (IWF) haben für das hoch verschuldetet Euroland Portugal die weitere Tranche in Höhe von 2,5 Milliarden Euro aus dem insgesamt 78 Milliarden Euro schweren Rettungspaket abgesegnet. 1,6 Milliarden Euro schultert die EU, 0,9 Milliarden der IWF. Das Geld könne nach Angaben des IWF aller Voraussicht nach im Januar nach Lissabon überwiesen werden. Grundlage sei der jüngste positive Quartalsbericht der Troika. Die Prüfer seien zu dem Ergebnis gelangt, dass Portugal "solide Fortschritte" bei seinen Spar- und Reformbemühungen erzielt habe. "Das Programm ist weitgehend auf Kurs trotz größeren Gegenwindes", so das Abschlussurteil der Troika-Mitarbeiter.
Für Ungewissheit sorgten allerdings die zunehmende Arbeitslosigkeit, niedrigere Einkommen und die negativen Einflüsse auf den Export durch die Rezession im Euroraum. Solange Portugal aber seine Reform-und Defizitzusagen einhalte, würden die Euroländer an ihrer Unterstützung festhalten. "Die sechste Überprüfung war erfolgreich", so der portugiesische Finanzminister Vitor Gaspar. "Die Geldgeber sind der Ansicht, dass das portugiesische Sanierungsprogramm ungeachtet der schlechteren Aussichten der europäischen und internationalen Wirtschaft mit gutem Rhythmus voranschreitet," so der Finanzminister weiter. Der Bericht muss noch von den europäischen Gremien und dem IWF-Exekutivrat genehmigt werden.



