Der TecDax stieg um 0,2 % auf 781 Zähler. Der MDax sank um 0,6 % auf 7324 Punkte. Der deutsche Leitindex Dax pendelte entlang der Marke von 5800 Punkten, fiel nach einem kurzen Ausflug in die Gewinnzone schließlich um 0,6 % zurück.
Dem positiven Ifo-Index maßen die Investoren kaum Bedeutung bei. Dabei stieg das vielbeachtete Barometer von 92,0 auf 93,9 Punkte und übertraf die Analysten-Erwartungen deutlich. Das Niveau entspricht in etwa dem Stand vor der Finanzkrise.
Die Investoren warteten auf US-Konjunkturdaten - die allerdings schwach ausfielen. Die zweite Schätzung des US-Bruttoinlandsproduktes enttäuschte und beendete den leichten Aufwärtstrend, der um die Mittagszeit eingesetzt hatte. Ein unerwarteter Anstieg des Verbrauchervertrauens brachte keine Wende zum Besseren mehr, die Anleger gingen auf Nummer sicher und strichen Gewinne ein.
Bei Centrotherm schüttelten die Investoren ihre Zurückhaltung dagegen ab, das Papier ging 6,2 % fester aus dem Handel. Sie reagierten auf eine Kaufempfehlung der Bank of America/Merrill Lynch. Die Analysten hoben vor allem eine starke Auftragsentwicklung beim für die Solarindustrie produzierenden Anlagenbauer hervor. Auch andere Institute wie Goldman Sachs, Deutsche Bank oder Nomura rieten, die Titel zu kaufen.
Dank Centrotherm lagen auch andere Solartitel im Trend: Phoenix , Conergy , SMA Solar , Q-Cells und Solarworld verteuerten sich zwischen 0,9 und 2,1 %. Nord/LB-Analystin Karin Meibeyer bestätigte unterdessen ihre Kaufempfehlung für Phoenix-Titel: "Die Nachfrage nach Kraftwerken zeigt Erholungstendenzen, mit Frankreich oder Italien entwickeln sich weitere europäische Absatzmärkte", schreibt sie in ihrer Studie.
Spekulationen um Nordex Nordex -Anteile stiegen nach Gerüchten über einen möglichen Ausstieg der Großaktionärin Susanne Klatten um 1,8 %. "Es kursiert, dass Frau Klatten ihren Anteil für 15 Euro je Aktie an Siemens verkaufen will", sagte ein Händler. Ein Sprecher der Familie Klatten wies die Spekulationen zurück.
Pfleiderer rutschte im MDax mit minus 7,2 % nach Quartalszahlen in die Verlustzone. In der operativen Entwicklung gebe es kein Anzeichen für einen Turnaround, und die Verschuldung habe weiter zugenommen, sagte Equinet-Analyst Ingbert Faust. Auch DZ-Bank-Analyst Marc Nettelbeck hält die Verschuldung weiter für kritisch: "Da die Bewertung zudem hoch ist, bleiben wir vorsichtig." Beide Experten raten, die Aktien des angeschlagenen Holzverarbeiters zu verkaufen.
Einen Spitzenplatz belegten die Anteile von Douglas , die 2,9 % fester notierten. Der Einstieg der Drogeriemarktkettenbesitzer Erwin Müller hatte den Aktienkurs bereits am Montag um zeitweise mehr als sechs Prozent in die Höhe getrieben.