New York (BoerseGo.de) - Der Aktienstratege Peter Boockvar vom Handelshaus Miller Tabak warnt hinsichtlich des US-Aktienmarktes vor der Gefährlichkeit bei Short-Positionen. Trotz bärischer Signale könne der Aufschwung anhalten, so lange die Federal Reserve den Leitzins nahe Null belässt. Die Investoren stünden bei einem derart niedrigem Zinsniveau in der Bereitschaft Risiken auf sich zu nehmen. So lange die Fed die Herbeiführung einer Vermögensinflation ins Visier fasst verfüge der Aktienmarkt über Aufwärtspotenzial. Daraus würden klare Konsequenzen wie vor allem Inflation resultieren. Die Fed versuche durch Anheizung der Bewertungen für Vermögenspreise eine Illusion von Wohlstand zu erzeugen. Falls der US-Aktienmarkt seine Rally fortsetzt rechne er mit einer Fortsetzung der Outperformance hinsichtlich zum Dollar in Unabhängigkeit stehenden Vermögenswerten wie etwa Rohstoffen und der Aktienmärkte aus den Emerging Markets. Die Emerging Markets hätten nicht eine derart enorme Schuldenlast wie die USA zu tragen. Zudem seien in den Emerging Markets die Konsumenten bei deutlich besserer Laune als in den USA. In diesem Zusammenhang spricht der Stratege eine starke Präferenz für China aus.
Um globale Wachstumschancen zu ergreifen empfiehlt Boockvar die Suche außerhalb der USA. Er rät zu spezifizierten Käufen in China sowie zu Käufen bei Asien-ETFs und bei Investmentfonds. Der Goldpreis befinde sich in einem langfristigen Bullenmarkt. Das Edelmetall präsentiere sich derzeit aber überkauft und sei reif für eine Korrektur. Zudem könnte aus den jüngsten Aussagen von Ben Bernanke zum Dollar für die US-Währung eine deutliche Gegenbewegung zum vorangegangenen Abwärtstrend entstehen. Wegen dem Goldpreis bestehe aber die große Wahrscheinlichkeit, dass dieser in den nächsten Jahren sein inflationsbereinigtes Kursziel von 2.300 Dollar erreicht. Er empfiehlt weiters die Abkehr von US-Investments auf Einzelhändler und im Bereich von konsumorientierten Finanzwerten. Für die USA sei davon auszugehen, dass Wirtschaft und Konsumenten auf absehbare Zeit weiter unter Druck stehen. Eine Gelegenheit für US-Investments biete sich nur bei Unternehmen mit großen Verflechtungen zum Ausland. Das Wachstum liege außerhalb der USA, führte Boockvar gemäß einem Bericht von finance.yahoo.com gegenüber TechTicker weiter aus.