=Frankfurt 06.02.2012 (www.emfis.de= =) Die Aktie von Sky Deutschland (London: 0MGA.L - Nachrichten) rutschte heute im frühen Handel zwischenzeitlich um fast 7 Prozent ab. Zuvor hatte das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ gemeldet, dass die Deutsche Telekom (Xetra: 555750 - Nachrichten) diesmal im Bieterverfahren um die Bundesliga-Rechte für 2013 bis 2017 eigenständig sowohl nach den Satelliten- als auch den Kabel-Übertragungsrechte greifen wolle.
Zwar wurde diese Meldung von der Deutschen Telekom selbst noch nicht bestätigt. Viele Anleger bekamen es dennoch mit der Angst zu tun – hatten sie doch schon das Schreckensszenario eines Wettbietens um jeden Preis zwischen der finanziell sehr potenten Deutschen Telekom und dem nach wie vor defizitären Pay-TV-Anbieter Sky vor Augen. Denn für Sky Deutschland gelten die Bundesliga-Rechte als überlebensnotwendig. Der Großaktionär Rupert Murdoch hat sich bereits dazu bereit erklärt, weitere 300 Millionen Euro in das Unternehmen zu pumpen - vor allem der teuren Bundesliga-Rechte wegen.
Die Furcht legt sich wieder=
Im Laufe des heutigen Handelstages stellte sich aber verstärkt heraus, dass auch diese Hiobsbotschaft der Aktie momenten offenbar nicht viel anhaben kann. Gegen Mittag lag das Papier im Xetra-Handel nur noch 1,90 Prozent im Minus bei 2,42 Euro. Angesichts der durchaus existenziellen Frage der Bundesliga-Rechte für die kommenden Jahre ist der Rücksetzer damit im Grunde ausgesprochen harmlos verlaufen.
Offenbar gibt es derzeit viele Marktteilnehmer, die weiterhin an eine deutliche Höherbewertung der Aktie glauben, und die die heutige Korrektur als Einstiegschance nutzten. Dies kann als durchwegs positives Signal gewertet werden, zumal die vorläufigen Zahlen für 2011 auch die erheblichen operativen Fortschritte verdeutlichten, die das Unternehmen zuletzt erzielte.
Gefahren sind noch nicht gebannt
Noch besteht also eine gute Chance, dass sich die Erholungsrallye in den kommenden Wochen fortsetzt. Anleger sollten sich aber darüber klar sein, dass sie es hier mit einer reichlich spekulativen Aktie zu tun haben. Dem Unternehmen steht sowohl die besagte Kapitalerhöhung um 300 Millionen Euro als auch der möglicherweise teure Kampf um die Bundesliga-Rechte noch bevor.
Dies sind Faktoren, die den Kurs in den kommenden Monaten jeweils nochmals unter Druck bringen könnten. Daneben ist Sky Deutschland weiterhin defizitär. Es muss sich erst noch herausstellen, ob die Vorschusslorbeeren, die der Markt bereits verteilt hat, tatsächlich auch gerechtfertigt waren.





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