London (BoerseGo.de) – Silber hat in den vier Wochen bis zum 23. Januar zugelegt als Gold, so dass das Preisverhältnis der beiden Edelmetalle von 55,5 auf 52,3 gefallen ist. Dies ist jedoch angesichts der Risikobereitschaft an den Märkten relativ wenig, wie die BNP-Paribas-Analystin Anne-Laure Tremblay im aktuellen „Precious Metals Market Comment“ schreibt.
Fundamental betrachtet dürfte Silber von den verbesserten wirtschaftlichen Aussichten profitieren, wobei die Silber-Nachfrage zwischen den G3-Wirtschaften (USA, Europa und Japan) und dem Rest der Welt gleich aufgeteilt sei. Dennoch dürfte das Wirtschaftswachstum nicht reichen, um die hohen Silber-Lagerbestände deutlich zu reduzieren, so dass unterm Strich der Silberpreis stark von der Investmentnachfrage beeinflusst werden dürfte, so Trembley weiter.
„Während Silber kurzfristig über stärkeres Aufwärtspotenzial verfüge als Gold, ist auch das Risiko eines Ausverkaufs deutlich größer, wenn der Goldpreis einmal sein Hoch erreicht hat. Wir haben daher unsere Silber-Prognose für 2013 um 4,95 US-Dollar auf 34,10 US-Dollar pro Feinunze gesenkt. Unsere Preiserwartung für 2014 liegt unverändert bei 30,10 US-Dollar je Unze“, so die BNP-Paribas-Analystin.

