Der letzte Teil der Kurzserie über die Investments-Konferenz des FundResearch-Partners FondsConsult Research AG am Tegernsee befasst sich mit den Staaten der „Next (Xetra: 779551 - Nachrichten) -11“. Der Begriff „Next-11“ wurde im Jahr 2005 vom Chefvolkswirt von Goldman Sachs (NYSE: GS - Nachrichten) , Jim O’Neill, dem Vater der BRIC (Chicago Options: ^RBRCUSD - Nachrichten) -Terminologie, geprägt.Alessandro Reggi, verantwortlich für das Geschäft mit Privatbanken und Family Offices in Deutschland bei Goldman Sachs Asset Management in Frankfurt hat die Vorteile dieser Länder für Investoren dargestellt.Die Next-11 bestehen aus Ägypten, Bangladesch, Indonesien, Iran, Mexiko, Nigeria, Pakistan, den Philippinen, Südkorea, der Türkei und Vietnam. Diese Länder könnten aufgrund ihrer hohen Bevölkerungszahlen einen ähnlich starken Aufschwung erleben wie die BRICs, erwartet Reggi. Problematisch sei derzeit das Wirtschafts-Embargo mit Iran. Dadurch entfalle momentan ein Land als Investitionsmöglichkeit.„Die 15 Länder der BRIC- und Next-11-Staaten machen mehr als 70 Prozent der Weltbevölkerung aus“, sagt Reggi. Das entscheidende Kriterium dabei sei die Bevölkerungszahl. Der wirtschaftlich aufstrebende Zwergstaat Katar biete daher aufgrund seiner geringen Einwohnerzahl für Investments weniger Anreize als zum Beispiel Indonesien. Seit dem Jahr 1997 habe sich jedes dieser 15 Länder wirtschaftlich verbessern können: Neben der Bevölkerung wuchsen auch die Devisenreserven und das BIP. Vor allem letzteres führte zu einem steigenden Rohölbedarf. Goldman Sachs setzt auf die Produktionsstärke der Next-11. Davon mache die Bank ihre Investments abhängig. „Das sind buchhalterische Gedanken“, erklärt Reggi. Länder die eine hohe Produktivität vorweisen können, seien dabei besonders attraktiv für das Unternehmen, was sich an entsprechend hohen Investitionen zeige. In Staaten mit niedrigerer Produktionsrate werde zwar auch investiert, aber deutlich weniger stark.Im Vergleich zu den Next-11 hält Reggi andere Ansätze wie z.B. über die Frontier Markets für veraltet, da deren Bevölkerung zu klein sei: „Damit kommen wir nicht weit. Aber mit Nigeria und Ägypten decke ich schon einige 100 Millionen Menschen Afrikas ab.“ Hinzu komme, dass die Frontiers ausschließlich aus traditionellen Emerging Markets bestünden, die Next-11 aber mit Mexiko, Südkorea, Indonesien und der Türkei vier sogenannte Wachstumsmärkte besäßen.(PD)
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