Wernigerode (ddp-lsa) Die Stiftung Schloss Wernigerode hat mehrere Objekte aus ihrer ursprünglichen Sammlung bei einer Auktion von Christie´s in Amsterdam zurückersteigert. Bereits im April seien 13 Versteigerungsposten mit insgesamt 22 Gegenständen dauerhaft für die Ausstellung auf Schloss Wernigerode erworben worden, teilte die Stiftung am Montag bei einer Präsentation der Stücke mit. Darunter seien Renaissance (RNS.NZ - Nachrichten) -Möbel mit Schnitzereien, wertvolle Textilien, Silberkannen sowie zwei Meißner Biskuitporzellanfiguren.
Die Stücke stammen der Stiftung zufolge aus dem Eigentum des Prinzen Philipp Konstantin zu Stolberg-Wernigerode Dieser hatte nach der deutschen Wiedervereinigung die Stücke auf der Grundlage des Entschädigungs- und Ausgleichleistungsgesetzes zurückerlangt. In einer gemeinsamen Aktion der Kulturstiftung der Länder mit dem Kultusministerium des Landes und der Stiftung Schloss Wernigerode seien die Stücke nun für einen fünfstelligen Betrag erworben worden. Sie sollen nach und nach der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Das Museum Schloss Wernigerode ist den Angaben zufolge mit rund 180 000 Besuchern das mit Abstand besucherstärkste Museum in Sachsen-Anhalt Das Haus zeigt sich als historisches Gesamtkunstwerk mit originalen Wohnräumen des Hochadels vor 1918.
(ddp)