Schaeffler parkt Conti-Aktien um

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Montag, 23. November 2009, um 14:08 CET

Hannover (ddpdjn) Der fränkische Familienkonzern Schaeffler hat ein großes Aktienpaket an Continental (Frankfurt: A0XFTR - Nachrichten) umgeparkt Das bislang von der Kölner Privatbank Sal. Oppenheim gehaltene Paket von 19,5 Prozent an dem Hannoveraner Automobilzulieferer lagert nun bei der Hamburger Privatbank M.M. Warburg, wie Conti am Montag mitteilte und ein Schaeffler-Sprecher bestätigte. Warum Schaeffler den Treuhänder wechselte, wollte der Sprecher nicht sagen.

Ausschlaggebend könnte aber die Übernahme von Sal Oppenheim durch die Deutsche Bank (Xetra: 514000 - Nachrichten) sein Das größte deutsche Geldhaus ist dem Vernehmen nach in die geplante Kapitalerhöhung bei Conti eingebunden, was mit den Interessen der Franken kollidieren könnte

Sal Oppenheim hatte Anfang des Jahres 19,86 Prozent, das Frankfurter Bankhaus Metzler 19,5 Prozent an Conti-Aktien übernommen, nachdem Schaeffler sich verpflichtet hatte, vier Jahre nicht mehr als 49,99 Prozent an Conti zu übernehmen Das Übernahmeangebot von 75 Euro pro Aktie hatten jedoch mehr als 90 Prozent der Conti-Eigner angenommen Die Franken mussten daher rund 40 Prozent der Conti-Anteile an die Banken weiterreichen.

Ohne Zustimmung Schaefflers dürfen die Geldhäuser gemäß der Vereinbarung die Aktien nicht für weniger als den Übernahmepreis von 75 Euro pro Stück verkaufen Diese Vereinbarung gelte unverändert, sagte der Sprecher Zudem sei die Laufzeit des Vertrages bis Ende 2015 verlängert worden

An der Börse war die Continental-Aktie am Montag mit 37,70 Euro nur die Hälfte dessen wert, was Schaeffler gezahlt hatte Die Herzogenauracher hatten sich bei der Übernahme der dreimal so großen Continental AG (Xetra: 543900 - Nachrichten) verhoben und sind seitdem hoch verschuldet Conti selbst hat nach der Übernahme der einstigen Siemens VDO ähnlich hohe Verbindlichkeiten

(ddp)