New York (BoerseGo.de) - Die Ratingagentur Standard & Poor's hat den Ausblick für das Rating für Finnland und Luxemburg von "negativ" auf "stabil" erhöht und gleichzeitig die Bonitätsbestnote "AAA" bestätigt. Damit müssen die beiden Länder keine Herabstufung ihre Kreditwürdigkeit befürchten. Für die Niederlande wurde der negative Ausblick jedoch beibehalten. Nach Ansicht von S&P sind die Risiken für die finnische Kreditwürdigkeit durch die Euro-Schuldenkrise unter Kontrolle. Daran dürfte sich auch in diesem Jahr nichts ändern. Die Regierung habe sich einer soliden Wirtschafts- und Fiskalpolitik verschrieben. Mittelfristig rechnen sie für die finnische Wirtschaft mit einem Wachstum von über ein Prozent. Das Haushaltsdefizit sollte ihrer Einschätzung nach im Jahr 2012 mit 2,2 Prozent niedriger ausgefallen sein als ursprünglich erwartet. Die Sparbemühungen der finnischen Regierung dürften laut S&P zu einem Rückgang des Etatlochs auf 1,3 Prozent im Jahr 2015 führen.
Bei Luxemburg begründet S&P seine Neueinstufung mit der wohlhabenden Wirtschaft und dem bedeutsamen Außenhandelsüberschuss. Auch hier sehen die Experten die Risiken der Eurozone unter Kontrolle. Der wichtige Finanzsektor verfüge über genügend Stabilität, um eine stärkere Finanzmarktregulierung wegzustecken. Bei den Niederlande sieht S&P dagegen die Gefahr eines stärkeren Rückgangs der Binnennachfrage und einer Verschlechterung des außenwirtschaftlichen Umfeldes. Dies könnte den niederländischen Finanzsektor in Mitleidenschaft ziehen.

