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    Südländer ziehen die Eurozone in die Rezession

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    Brüssel (dapd). Die Spardiktate für die Euro-Sorgenkinder schnüren die Konjunktur immer stärker ab. Wegen des Wirtschaftseinbruchs in den Südländern rauscht die Eurozone nach zwei Wachstumsjahren 2012 wieder in die Rezession. Laut einer am Donnerstag von der EU-Kommission vorgestellten Zwischenprognose schrumpft die Wirtschaft der 17 Eurostaaten im laufenden Jahr um 0,3 Prozent. Gegenüber ihrer Herbstprognose korrigierten die Brüsseler Experten ihre Zahlen deutlich nach unten. Im November war noch mit einem Minimalwachstum von 0,5 Prozent gerechnet worden.

    Es sind vor allem Griechenland und Portugal, die die Währungsunion in die Rezession ziehen. Für Hellas prognostiziert die EU ein Minus von 4,4 Prozent, nach einem Einbruch von 6,8 Prozent in 2011. In Lissabon verschärft sich die Lage: Nach einem Minus von 1,5 Prozent rechnet die Kommission für das laufende Jahr mit einem Negativwachstum von 3,3 Prozent. Dabei war im Herbst noch ein Plus von 1,1 Prozent erwartet worden.

    Düster ist auch die Entwicklung in Italien, dort kippt die Konjunktur von plus 0,2 Prozent im vergangenen auf minus 1,3 Prozent im laufenden Jahr. Und das trotz der Strukturreformen, die Regierungschef Mario Monti seit seinem Amtsantritt im November (Stuttgart: A0Z24E - Nachrichten) auf den Weg gebracht hat. Die gleiche Tendenz in Spanien: Dort rauscht die Konjunktur mit einem Prozent ins Minus. Immerhin erreicht Irland - neben Portugal und Griechenland der dritte Staat am Eurotropf - ein schwaches Wachstum von 0,5 Prozent in diesem Jahr.

    Für einen Kurswechsel sieht EU-Währungskommissar Olli Rehn aber keinen Anlass. Man (Other OTC: MAGOF.PK - Nachrichten) habe im Kreis der Euro-Finanzminister den Kurs der Haushaltskonsolidierung bestätigt, sagte er. "Und die Länder, die ein Hilfsprogramm haben, sollten sich an den Plan halten." Ob Spanien wegen des Konjunktureinbruchs mehr Zeit bekommen soll, um seine Defizitziele zu erreichen, sei noch nicht entschieden, sagte Rehn. Ohne Aufschub könnten Madrid Sanktionen drohen. Für den Fall, dass sich die Schuldenkrise wieder zuspitze, drohe eine "tiefe und lange Rezession", warnt die Kommission.

    Trotz der düsteren Zahlen bemühte sich Rehn auch um Optimismus. "Es bleiben Risiken, aber wir sehen Zeichen der Stabilisierung." Er verwies auf die gesunkenen Zinsen, die die Sorgenkinder für neue Kredite gewähren müssen. Zudem habe das grüne Licht für das neue Griechenland-Rettungspaket Verunsicherung genommen. In der zweiten Jahreshälfte, so der Kommissar, könne das Wachstum zurückkehren, und sogar "schneller als erwartet". Dann rechnet Brüssel mit einem schrittweisen Anziehen von Investitionen und Verbrauch. Die Inflation geht laut Prognose nur langsam zurück, auf 2,3 Prozent in der EU und 2,1 Prozent in der Eurozone.

    Deutschland wird dem Ausblick zufolge seine Rolle als Konjunkturlokomotive nicht mehr so stark spielen können, weil sich das Wachstum von drei Prozent in 2012 auf 0,6 Prozent stark abkühlt. Allerdings weisen in der Eurozone nur die Slowakei und Estland mit 1,2 Prozent im laufenden Jahr ein größeres Wachstum als Deutschland auf.

    Für die gesamte EU rechnet die Kommission mit einem Nullwachstum. In den zehn Nicht-Euro-Ländern läuft die Konjunktur deutlich runder als in der Währungszone. Aus dem Kreis weist nur Ungarn ein leichtes Minus von 0,1 Prozent auf. Polen mit einem Plus von 2,5 Prozent in 2012 ist das Land mit dem stärksten Wachstum in der EU. Der Grund dafür sei vor allem, dass das Land von der starken Konjunktur Deutschlands profitiert habe und weiter profitiere, sagte Rehn.

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    1 Kommentar

    • Myle  •  vor 2 Monaten
      ist doch nicht neu, das Volk hat das anscheinend als einziges schon früh(er) gewusst als jede Regierung oder Nachrichtenagentur in der EU. Brüssel (EU) muss ja immer mehr arme länder in die EU und die Schengengemeinschaft aufnehmen und die daraus enstandenen Probleme (Kriminalitätssteigerung,werteverfall,entstehender Hass,Finanzkrisen etc...) dann noch verleugnen und beschönigen. Weg mit der EU und wir sparen Milliarden und machen uns nicht immer mehr abhängig von Brüssel und anderen Konsorten.

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