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    Reichtum im Jahr 2050: Asien steckt die westlichen Länder in die Tasche

    Die wirtschaftliche Dominanz des Westens geht vorbei - Länder wie China oder Südkorea werden im Jahr 2050 die reichsten Länder der Welt sein. Das zumindest ergab die aktuelle Studie „World Wealth Report 2012“ von dem internationalen Immobilien-Riesen Knight Frank und der Citi Private Bank. Zwar leben auch schon heute mehr 100-Millionen-Dollar-Millionäre in Asien als im Westen. Doch auch die normale Bevölkerung wird zunehmend profitieren - insbesondere in einer Stadt.

    Singapur: Im Jahr 2050 die reichste Stadt der Welt? (Bild: thinkstock)Im sechsten „World Wealth Report 2012“ von Knight Frank und der Citi Private Bank zeichnet sich ab, dass asiatische Länder schon bald die reichsten Volkswirtschaften der Welt sein werden. Der Umbruch hat bereits begonnen. Als Maßstab diente in der Studie das wahrscheinliche Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf im Jahr 2050 – also der Gesamtwert aller Güter, die innerhalb des Jahres innerhalb einer Volkswirtschaft hergestellt werden.

    Im Jahr 2010 führte Singapur diese Liste mit einem BIP pro Kopf von 56.532 Dollar (rund 45.700 Euro) an, und das wird aller Voraussicht nach auch im Jahr 2050 noch der Fall sein. Dann wird das BIP je Einwohner 137.710 Dollar (rund 111.325 Euro) erreicht haben. An zweiter Stelle folgt laut Studienergebnissen Hongkong mit 116.639 Dollar (94.291 Euro), dicht dahinter werden Taiwan mit 114.093 (rund 92.233 Euro) und Südkorea mit 107.725 Dollar (87.085 Euro) erwartet. Die USA sind erst an fünfter Stelle zu finden, während sie in 2010 noch auf Platz drei waren. Dass sich Taiwan und Südkorea 2050 so gut platzieren, ist besonders erstaunlich, da die beiden es im Jahr 2010 noch nicht einmal in die Wirtschafts-Top Ten des „World Wealth Report“ geschafft hatten. 2010 war aus Asien überhaupt nur die Sonderverwaltungszone Hongkong mit Platz vier unter den besten Zehn vertreten.   

    Ein weiteres interessantes Ergebnis der Untersuchung: Nie gab es mehr reiche Menschen als heute - ihre Zahl wächst allerdings in erster Linie in Asien. Dort wird es schon bald mehr Multimillionäre als in Nordamerika und Westeuropa geben. „Zwar ist ein schnelles Wachstum des Bruttoninlandproduktes alleine keine Garantie für einen rasanten Anstieg der Anzahl wohlhabender Einzelpersonen, doch schnell wachsende Volkswirtschaften bieten wesentliche Voraussetzungen für eine großflächige Vermögensbildung“, schreibt Gráinne Gilmore, Mitarbeiterin der Studie bei Knight Frank in Großbritannien. Gegenwärtig gebe es in Südostasien, China und Japan rund 18.000 Menschen, die 100 Millionen Dollar (rund 80,84 Millionen Euro) oder mehr besitzen. In Nordamerika seien es mehr als 17.000, in Westeuropa gibt es rund 14.000 Superreiche.

    Und der Prozess wird schnell vorangehen. Schon im Jahr 2016, so die Ergebnisse der aktuellen Studie, wird es in China und Japan 26.000 Menschen mit mehr als 100-Millionen-Dollar geben. In Nordamerika, so Gilmore weiter, seien es dann voraussichtlich 21.000 und in Westeuropa 15.000. Das heißt, in allen untersuchten Industrienationen werden die Werte steigen, in Westeuropa und Nordamerika jedoch schleppender als in Asien. Südostasiatische Millionäre, die 10 Millionen Dollar (rund 8,08 Millionen Euro) oder mehr in Vermögenswerten besitzen, haben jene in Europa bereits heute übertrumpft und werden im kommenden Jahrzehnt auch die USA überholt haben, so die Prognose der Expertin.

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