New York (BoerseGo.de) - Die Verwaltungsratsmitglieder des weltgrößten Konsumartikelherstellers Procter & Gamble sind laut einem Bericht von Bloomberg unzufrieden mit der Arbeit von Vorstandschef Robert McDonald. Angeblich wird erwogen, einem seiner Vorgänger den Posten wieder schmackhaft zu machen. McDonald ist seit 2009 im Amt.
Die Nachrichtenagentur berief sich auf Quellen aus dem Konzern, die nicht näher genannt wurden. Demnach ist man im Konzern mit der zuletzt schwachen Gewinnentwicklung unzufrieden. Der Konsumartikel-Gigant hatte zuletzt mehrfach die Guidance gesenkt und vor einem Monat das letzte Mal eine Gewinnwarnung ausgesprochen. Begründet wurde die schwächere Gewinnentwicklung mit der Schuldenkrise in Europa und der Konjunkturabschwächung in den USA.
Zudem soll auch der Hedgefonds-Manager William Ackman den aktuellen Chef loswerden wollen. Sein Fonds Ackmans Pershing Square Capital Management hat Aktien im Wert von rund zwei Milliarden US-Dollar in Besitz, was einem Anteil von rund einem Prozent entspricht. Ackman fordert offenbar weitere Kostensenkungsprogramme. Zuletzt hatte Procter & Gamble im Februar die Streichung von 5.700 Stellen verlautbart.
Die Aktie notiert aktuell 2,3 Prozent im Plus und hat die Gerüchte positiv aufgenommen.

