HANNOVER (dpa-AFX) - Die Stimmen gegen eine Kapitalerhöhung beim Volkswagen (Xetra: 766400 - Nachrichten) - Konzern für die Übernahme von Porsche (Xetra: POR3.DE - Nachrichten) mehren sich laut einem Pressebericht. In der nächsten Woche sollen die VW-Aktionäre den Weg für die Finanzierung freimachen. Scharfe Kritik werde dann wohl auch aus den Reihen ehemaliger Wolfsburger selbst kommen: Der ehemalige VW-Manager Andreas Deumeland, von 2002 bis 2007 Leiter des Generalsekretariats des damaligen Konzernchefs Bernd Pischetsrieder, fordere in einem Gegenantrag die Ablehnung, weil Porsche viel zu hoch bewertet sei, schreibt die Hannoversche Allgemeine Zeitung (Dienstagausgabe). Deumeland habe zum engsten Führungskreis gezählt, als Porsche im Herbst 2005 bei dem Wolfsburger Konzern eingestiegen sei. Als Pischetsrieder gehen musste, sei auch die Zeit seines engsten Mitarbeiters bei VW abgelaufen.
Deumeland begründe seinen Gegenantrag vor allem mit eigenen Berechnungen zum Porsche-Wert. Während der Konzern und seine Berater ihn mit 12,4 Milliarden Euro ansetzen, komme der frühere VW-Manager nur auf 6,1 Milliarden Euro. In mehreren Fragen zur Hauptversammlung verlange er Aufklärung über Berechnungsmethoden, Kalkulationen einzelner Automodelle und Synergieprognosen - wohl wissend, dass Auskünfte über solche Interna auf Aktionärsversammlungen regelmäßig verweigert werden. Die Kapitalerhöhung dürfe nicht genehmigt werden, weil "zu viele wesentliche Fragen gar nicht oder nur sehr unvollständig beantwortet sind", heißt es laut Zeitung in dem Antrag./wiz/he