Lissabon (dapd). Portugal verschärft die Sparmaßnahmen: Die Regierung in Lissabon hat eine Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge von Beschäftigten von 11 auf 18 Prozent angekündigt. Ministerpräsident Pedro Passos Coelho sagte am Freitag, zugleich würden die Sozialabgaben der Unternehmen von 23,75 auf 18 Prozent gesenkt, um die Einstellung von Arbeitskräften zu fördern.
Die portugiesische Regierung erwartet, dass die Wirtschaft in diesem Jahr um 3,3 Prozent schrumpft. Die Steuereinnahmen werden nach Schätzungen des Finanzministeriums um zwei Milliarden Euro zurückgehen. Unter anderem belastet eine Arbeitslosenquote in Rekordhöhe von 15,7 Prozent die Staatskassen. Die Regierung strebt für dieses Jahr ein Defizit im Staatshaushalt von maximal 4,5 Prozent an, Experten erwarten indes mehr als fünf Prozent.
Portugal hat im vergangenen Jahr unter dem Euro-Rettungsschirm Zuflucht gesucht und seitdem rund 78 Milliarden Euro Hilfsgelder aus den EU-Rettungsfonds sowie vom Internationalem Währungsfonds erhalten. Im Gegenzug muss die Regierung mit tiefgreifenden Reformen ihre Finanzen sanieren.
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