Henley (BoerseGo.de) – Die europäischen Aktienexperten von Invesco Perpetual sind der Auffassung, dass sich die Aussichten für einen Rückgang der Risikoaufschläge auf europäische Aktien gebessert haben. Aktuell notieren die europäischen Aktien zu sehr hohen Abschlägen gegenüber ihrem historischen Durchschnitt und im Vergleich zum US-amerikanischen Markt. In seiner im August 2012 veröffentlichten Monthly Summary verweist das Investmentteam von Invesco Perpetual auf attraktive „Stockpicking“-Möglichkeiten in ungeliebten regionalen Märkten und Sektoren.
„In letzter Zeit waren die Anlagestrategien vor allem auf Sicherheit und geringes Risiko ausgelegt, während Anleger um andere Marktbereiche einen Bogen machten“, meint Joel Copp-Barton, European Product Director bei Invesco Perpetual. „Unserer Meinung nach spiegelt das gedrückte Bewertungsniveau bereits einen schwierigen gesamtwirtschaftlichen Ausblick wider. Ein größeres Vertrauen in die EZB und die wichtigsten politischen Entscheider sollte die europäischen Aktienmärkte insgesamt stützen“.
Copp-Barton zufolge sollte den Regierungen der Peripherieländer genug Zeit gegeben werden, die geforderten strukturellen Reformen und Haushaltskonsolidierungen umzusetzen, wobei viele dieser Programme in Spanien und Italien bereits eingeleitet worden sind. Copp-Barton ist optimistisch, dass „die Reformprogramme die nötige Wirkung entfalten und die Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität stärken werden.“
Zusammengenommen könnten diese Maßnahmen helfen, das systemische Risiko in der Eurozone und die aktuell hohen Risikoprämien auf Aktienanlagen zu reduzieren. „Mit dem Rückgang des extremen Risikos könnten sich die Anleger wieder stärker an den Fundamentaldaten der Unternehmen orientieren als am politischen Umfeld“, sagt Copp-Barton. „Eine stärkere Fokussierung der Anleger auf die Einzeltitelselektion könnte helfen, die Lücke zwischen den aktuellen Aktienkursen und dem inneren Wert der Aktien zu verdeutlichen und zu schließen, insbesondere in einigen der zuletzt gemiedenen Marktsegmente.“ Dazu zählt er vor allem Automobil-, Pharma- und Versicherungswerte, die zu einem deutlichen Abschlag gegenüber ihrem langfristigen Durchschnitt notieren, sowie Unternehmen mit einem ungerechtfertigten Peripherie-Abschlag.







