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    Opel-Manager Gäb warnte schon frühzeitig vor wirtschaftlichem Abstieg

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    Hamburg (dapd). Der frühere Aufsichtsratschef des kriselnden Autoherstellers Opel, Hans Wilhelm Gäb, hat offenbar schon Ende der 90er-Jahre die Führung der US-Mutter General Motors (GM (NYSE: GM - Nachrichten) ) vergeblich vor strategischen Fehlern und einem Abstieg des Konzerns gewarnt. Laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Spiegel" beklagte Gäb in Briefen an die GM-Zentrale etwa, dass in den USA für Opel entwickelte Fahrzeuge nicht den europäischen Ansprüchen genügten und hinter den Modellen des Konkurrenten Volkswagen zurückblieben. "Diese Art der Globalisierung wird zu reduzierter Wettbewerbsfähigkeit führen", zitierte das Magazin aus einem Brief Gäbs vom Dezember 1997.

    Eine Marke, die allein auf den Preiskampf angewiesen sei, "wird zu den Verlierern gehören", schrieb Gäb weiter. In einem anderen Brief warnte er GM davor, die Sicherheit bei den Autos zu vernachlässigen. Opel werde sonst "kaum noch in der Lage sein, beim Wettbewerb mit Volkswagen (Xetra: 766400 - Nachrichten) zu bestehen", schrieb Gäb im September 1996. Ein Jahr später offenbarten Crashtests schwere Mängel beim Familienauto Sintra. Opel musste das Auto (BSE: BSE-AUTO.BO - Nachrichten) in Europa vom Markt nehmen. Aus Protest gegen die Strategie von GM trat Gäb 1998 von seinem Posten zurück.

    dapd

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