Tokio (BoerseGo.de) – Der angeschlagene japanische Kamerahersteller Olympus hat für das im März endende Fiskaljahr 2011/12 einen Verlust von 32 Milliarden Yen vorhergesagt. Während das Geschäft mit medizinischen Endoskopen robust verläuft, drücken vor allem die schwache Kamerasparte und Abschreibungen auf das Ergebnis, wie der Hersteller opto-digitaler Produkte am Vorabend mitteilte. Analysten der Deutschen Bank und Barclays rechnen derzeit nur mit einem Verlust von 25,5 Milliarden Yen. Der Bilanzierungsskandal hat aber kaum einen Einfluss auf die Zahlen, so Olympus.
Für den 20. April 2012 plant Olympus eine Aktionärsversammlung auf der die Anteilseigner über ein neues Management abstimmen sollen. Die Tokioer Börse hatte Olympus im Vormonat gestattet seine Börsennotiz gegen eine Strafzahlung von 10 Millionen Yen aufrechtzuerhalten. Außerdem muss der Konzern Fortschrittsberichte zur Verbesserung des Managements bei der Börse vorlegen. Die Tokioter Börse hat Olympus im Vorjahr in Folge des Bilanzskandals unter Beobachtung gestellt.
Das operative Ergebnis wird den Prognosen des Konzerns zufolge im Fiskaljahr 2011/12 um 6,2 Prozent auf 36 Milliarden Yen sinken, während der Umsatz um 0,8 Prozent auf 854 Milliarden Yen zulegen dürfte. Während die Umsatzprognose aber die Analystenschätzungen trifft, liegt die Prognose zum operativen Ergebnis unterhalb der Analystenerwartungen von 41 Milliarden Yen. Im Markt wird weiterhin mit einem Einstieg von Sony, Fujifilm, Temuro oder Samsung gerechnet.







Bisher keine Kommentare vorhanden