London (dapd). Der russische Oligarch Boris Beresowski muss nach seiner Niederlage in einem Rechtsstreit mit dem Milliardär Roman Abramowitsch die angefallenen Gerichtskosten in Höhe von 35 Millionen Pfund (rund 43 Millionen Euro) zahlen. Das ordnete ein britisches Gericht am Freitag in Abwesenheit der beiden Männer an.
Beresowski hatte Abramowitsch Betrug und Erpressung vorgeworfen und vor dem Londoner High Court mehr als drei Milliarden Pfund (3,8 Milliarden Euro) von seinem einstigen Partner erstreiten wollen. Nach seiner Darstellung hatte Abramowitsch ihn nach der gemeinsamen Gründung der russischen Ölfirma Sibneft zum Verkauf seiner Anteile zu einem Bruchteil ihres tatsächlichen Werts genötigt.
Im August wies Richterin Elizabeth Gloster die Klage Beresowskis jedoch mit der Begründung ab, dass erhebliche Zweifel an dessen Glaubwürdigkeit bestünden. Hingegen sei Abramowitsch "ein wahrhaftiger und verlässlicher Zeuge gewesen".
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