Oldtimer-Händler will angeblich Auto von Adolf Hitler gefunden haben

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Montag, 23. November 2009, um 17:32 CET

Düsseldorf (ddp-nrw) Ein Autohändler aus Düsseldorf will nach eigenen Angaben das Auto von Adolf Hitler in Nordrhein-Westfalen entdeckt haben. Die Echtheit des tiefblauen Mercedes (Xetra: 710000 - Nachrichten) 770 K sei durch historische Dokumente und ein aktuelles Schreiben der Firma Mercedes Benz erwiesen, sagte der auf den Handel mit Oldtimern spezialisierte Autohändler Michael Fröhlich am Montag in Düsseldorf. Ein Sprecher von Mercedes Benz sagte auf ddp-Anfrage, ihm sei von einem solchen aktuellen Echtheits-Zertifikat nichts bekannt.

Autohändler Fröhlich will im Auftrag eines unbekannten Milliardärs nach dem Chauffeurswagen von Hitler gesucht haben und fündig geworden sein Das Auto mit einem ausklappbaren Gestell für Paradefahrten soll ihm zufolge einen Wert von mehreren Millionen Euro haben. Es soll mit fünf weiteren Modellen in einer Garage «rund eine Stunde entfernt östlich von Düsseldorf» stehen. Zu den sechs Automodellen aus der Zeit des Nationalsozialismus gehören seinen Angaben zufolge auch das Auto vom Reichsminister des Auswärtigen, Joachim von Ribbentrop. Alle Wagen gemeinsam hätten einen Wert einer «zweistelligen Millionensumme».

Fröhlich fädelte daraufhin nach eigenen Angaben das Millionengeschäft mit einem Mittelsmann des interessierten Milliardärs ein Noch sei dieses Geschäft aber nicht abgeschlossen, betonte Fröhlich. Daher seien die Autos an einem geheimen Ort. Fröhlich erhofft sich von dem Deal eine ordentliche Provision.

Die Wagen waren seinen Angaben zufolge nach dem Zweiten Weltkrieg in Österreich verkauft worden Danach seien sie im Automuseum «Imperial Palace» in Las Vegas gelandet und von dort in die Sammlung eines Münchner Brauerei-Milliardärs gekommen. Nach dessen Tod habe die Witwe des Mannes die Autos verkauft. Vergangene Woche habe Fröhlich dann herausgefunden, wo diese sich aktuell befänden.

Laut dem Mercedes-Sprecher nutzte Hitler, der keinen Führerschein hatte, allerdings stets mehrere Chauffeurfahrzeuge der Marke Mercedes Er habe kein spezielles Auto besessen. Zur Zeit des Nationalsozialismus habe die Reichskanzlei alle Autos für Beschäftigte unter dem Namen «der Führer und Reichskanzler» bestellt, sagte der Sprecher. Daher sei es sehr schwierig, die Wagen im Nachhinein persönlich zuzuordnen.

(ddp)