Frankfurt (BoerseGo.de) - Mit der geplanten Auflösung des CS Euroreal geht das Sterben der offenen Immobilienfonds in eine neue Runde. Dass der sechs Milliarden Euro schwere Fonds aufgelöst werden soll, kündigte Fondsmanager Karl-Heinz Heuß am Montag an. Bis vor kurzem hatte die Schweizer Großbank Credit Suisse noch gehofft, den Fonds wiedereröffnen zu können. Mit der Schließung hat nun aber mittlerweile das zehnte Produkt dieser Art die Finanzkrise nicht überlebt.
Als Grund für die Schließung nennt die Bank die hohe Anzahl an Rückgabewünschen, die deutlich über der freien Liquidität von 27 Prozent gelegen habe. "Die Rückgabewünsche haben die ursprünglichen Prognosen massiv überschritten", sagte Fondsmanager Heuß. "Auf dieser Basis gibt es keine Alternative zur Auflösung." Doch auch bei einer Auflösung müssen die Investoren teilweise noch lange auf ihr Geld warten. So soll der Immobilienbestand bis 2017 abverkauft werden, während die Investoren halbjährlich eine Ausschüttung erhalten. Mit der ersten Auszahlung sei spätestens im Dezember zu rechnen. Wie viele Anleger ihr Geld am Ende aber tatsächlich wiedersehen, bleibt offen.
Nach offiziellen Angaben belaufen sich die Rückgabewünsche auf 2,957 Milliarden Euro und damit auf gut 51 Prozent des Fondsvermögens in Höhe von 5,798 Milliarden Euro. Die für Anteilscheinrückgaben zur Verfügung stehende Liquidität lag bei rund 1,6 Milliarden Euro beziehungsweise rund 27 Prozent.

