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    Nestlé baut in Schwerin das modernste Kaffeewerk Europas

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    Schwerin (dapd). Zwei Milliarden Kaffeekapseln der Marke Nescafé Dolce Gusto sollen künftig pro Jahr in Schwerin hergestellt werden. Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé will dafür in Mecklenburg-Vorpommern das modernste und produktivste Kaffeewerk Europas errichten, wie der Vorstandsvorsitzende von Nestlé Deutschland, Gerhard Berssenbrügge, am Freitag in Schwerin sagte. "Schwerin wird zu einer Kaffee-Metropole", sagte er.

    Das Werk soll den Angaben zufolge auf einem 31 Hektar großen Areal im Industriepark Göhrener Tannen errichtet werden. Die Grundsteinlegung sei für diesen Sommer geplant. Mit der Ansiedlung sollen rund 450 Arbeitsplätze entstehen. Die Gesamtinvestitionen des Unternehmens beliefen sich auf über 220 Millionen Euro.

    Das Industriegebiet Göhrener Tannen war ursprünglich für die Ansiedlung eines BMW (Xetra: 519000 - Nachrichten) -Werks vorgesehen, das dann später in Leipzig gebaut wurde. Das Areal war nach 1945 von der sowjetischen Armee als Übungsgelände genutzt worden. Für die geplanten Firmenansiedlungen wurde das Gebiet von Munitionsresten beräumt.

    Ab Ende 2013 werden den Angaben zufolge in dem Werk Kapseln für Deutschland, Skandinavien und Osteuropa produziert. Bis 2014 sollen dort schrittweise zwölf Produktionslinien entstehen. Eine weitere Ausweitung des Standorts sei möglich, hieß es.

    Das Unternehmen habe auch viele andere Standorte geprüft, sagte der Generaldirektor von Nestlé, Laurent Freixe. Die Wahl sei schließlich auf Schwerin gefallen. Grund sei unter anderem die günstige geografische Lage der Stadt gewesen. Sie liege nahe bei Hamburg, dem größten Hafen Europas für Kaffeeimporte.

    Es habe zwar auch Gespräche mit der Landesregierung über finanzielle Unterstützung gegeben, sagte Freixe. Diese Hilfen seien aber nicht ausschlaggebend für die Entscheidung gewesen. Die Fördersumme liegt laut Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) bei etwa 22,5 Prozent der Investitionssumme.

    Ministerpräsident Erwin Sellering begrüßte die Entscheidung des Kaffeeherstellers für Schwerin. Die Investition stärke den Standort Mecklenburg-Vorpommern. "Das Werk, das Sie hier planen, ist die bisher größte Investition in der Geschichte des Landes im Bereich der Ernährungswirtschaft", sagte der SPD-Politiker.

    Der Präsident der Vereinigung der Unternehmensverbände im Land, Hans-Dieter Bremer, sagte, der Bau des Kaffeewerks sende ein positives Signal an weitere Investoren. Allerdings würden ausreichende Ressourcen benötigt, um weitere Großunternehmen ins Land holen zu können. "Dazu sollten wir unbedingt auch die uns noch zur Verfügung stehenden europäischen Strukturfondsmittel nutzen", forderte er.

    dapd

     

    2 Kommentare

    • Joachim  •  vor 2 Monaten
      Nestle ist ein guter Investor, der langfristig zu seinem Investment steht und gute Arbeitsplätze bietet. Ein Glücksfall für Schwerin und die Region.
    • Charlie  •  vor 2 Monaten
      Na klar, hat die Grossindustrie investiert, wird gebettelt beim Steuerzahler, obwohl noch keine einzige Kaffebohne verarbeitet wurde. Und wenn das später ein flop wird, in zehn Jahren, wenn die Produktionsanlagen ins Ausland verlagert wurden - wie üblich - wird wieder erbärmlich gejammert und bitterlich geweint und - wieder fliessen grosse Summen für Abwickelfirmen und Abriss in den ewig offenen Ost - Schlund
      • lästerer vor 2 Monaten
        Das ist kein Ost-Phänomen - @ Charlie - das ist ganz einfach Profit-Maximierung.
        Und ein Beispiel aus dem Lande Brandenburg : Der Eishersteller Schöller baute in der Landeshauptstadt des Landes Brandenburg auf dem ex-Milchhof eine Produktion mit Hilfe (Fördermitteln) des Landes Brandenburg auf - die strukturellen Bedingungen waren erstklassig !
        Modernster Stand der Technik und Bedingung des Landes : Fünf Jahre als Mindestdauer - Produktion.
        P ü n k t l i c h ... a m ... l e t z t e n ...T a g ... dieser fünf Jahre gingen die Lichter aus. Die moderne Technik ging nach Nürnberg - und die "veraltete" Technik aus Nürnberg ging zu Schöller - Budapest nach Ungarn und Teile auch in die Republik Polen.
        Und d o r t ... wurde ... d a n n --- "volle Kanne" --- produziert.
        Na, klar, die ungarischen Löhne / polnischen Löhne waren / sind ja noch wesentlich unter den ostzonalen Raubbau-Löhnen angesiedelt. Warum sollte der Konsul im Westen investieren, wenn da kein Maximal-Profit zu erzielen
        war bzw. ist ???
        Ob man so etwas in Schwerin vorhat, das wird das Land Mäck-Pomm dann erfahren, wenn die Bedingungen für den Sozialbeitrag (= Fördermittel ) geendet sind, " Wetten, daß ... ? " !
      • xyz vor 2 Monaten
        na ja ansonsten wuerde der Bereich frueher genannt Der Daemlich Rest eben wieder den Bach runtergehen ...es ist nun mal das Kapital...dann errichtet doch in eigener Regie was ..Grossmaul...

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