New York (BoerseGo.de) - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat die Schuldenkrise in Europa im zweiten Quartal deutlich zu spüren bekommen. Der Nettogewinn des Unternehmens brach um 50 Prozent ein, nachdem die Sparte Institutional Securities, in der das Wertpapiergeschäft der Bank gebündelt ist, um 37 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 3,23 Milliarden Dollar eingebrochen ist. Der Gewinn je Aktie fiel mit 0,28 Dollar je Aktie 5 Cent schlechter als von den Analysten erwartet aus. Mit dem Börsengang von Facebook hat Morgan Stanley die Chance verpasst, sich als führende Bank für Technologie-Börsengänge zu profilieren. Die vielen Probleme und der rapide Kursverfall der Aktie seit dem Börsengang brachte dem Geldhaus einen erheblichen Imageschaden ein.
Wegen der Turbulenzen auf den Kapitalmärkten halten viele Kunden ihr Geld zusammen, anstatt es den Finanzjongleuren für riskante Investments anzuvertrauen. Ebenfalls hatte die Ratingagentur Moody's im Juni die Kreditwürdigkeit des Finanzinstituts gesenkt.
Im vorbörslichen Handel verliert das Papier aktuell 2,36 Prozent auf 13,66 Dollar. Innerhalb der letzten 12 Monate verbilligte sich das Papier um 32 Prozent.

