HB MÜNCHEN. Damit halte die Münchener Rück (Xetra: 843002 - Nachrichten) nunmehr 99,64 Prozent an der Düsseldorfer Tochter und könne die restlichen Aktionäre gegen eine Zwangsabfindung aus dem Unternehmen drängen.
Dieser sogenannte Squeeze-Out ist ab einer Beteiligung von 95 Prozent möglich. Bisher hatte die Münchener Rück Pläne für einen solchen Schritt stets von sich gewiesen und sich mit knapp unter 95 Prozent begnügt. Konzernchef Nikolaus von Bomhard sagte nun, durch die Maßnahme könnten Kosten gespart und die Struktur der Gruppe vereinfacht werden.
Die Zwangsabfindung soll auf der Ergo (Mailand: EGP.MI - Nachrichten) -Hauptversammlung am 12. Mai 2010 beschlossen werden. "Die Minderheitsaktionäre der Ergo werden für ihre Aktien eine angemessene Barabfindung erhalten", teilte die Münchener Rück mit. Grundlage werde eine Unternehmensbewertung. Der Preis werde aber mindestens dem Durchschnittskurs der Aktie in den vergangenen drei Monaten entsprechen. Ergo-Aktien kosteten in dieser Zeit Reuters-Daten zufolge meist zwischen 96 und 98 Euro.
Die Ergo ist Deutschlands zweitgrößter Erstversicherer nach der Allianz und hat allein hierzulande 20 Millionen Kunden. Am Markt ist die Ergo unter anderem mit Marken wie der Krankenversicherung DKV und der Rechtsschutzversicherung D.A.S. aktiv.