MLP-Produktvorstand Manfred Bauer hat in einem Interview mit der "Börsen-Zeitung" ein neues Gebührenmodell für den Bereich der Vermögensanlage angekündigt. Kernpunkt dabei ist der Verzicht auf sog. Kick-backs (Vertriebsfolgeprovisionen). Kunden im Neugeschäft bekämen diese komplett erstattet, "Bestandskunden können in dieses Modell wechseln", so Bauer (London: 0DOK.L - Nachrichten) . Die MLP-Vergleichsrechnungen zeigten, dass die meisten Kunden von der neuen Preisstruktur profitieren könnten.
Außerdem werde MLP beim Management von Vermögen einen festen Prozentsatz pro Jahr bezogen auf das Depotvolumen erheben. Dieser sei unabhängig davon, welche Risikoklassen oder Anlagekonzepte den vermittelten Produkten zugrunde liegen. MLP-Mitarbeiter müssen dennoch nicht darben: Die Vermögensberatung der Heidelberger werde künftig mit einem jährlichen Entgelt von 1,2% plus Mehrwertsteuer vergütet. Bei größeren Vermögen, die zum Teil über die MLP-Tochter Feri betreut würden, sinke dieser Satz auf bis zu 0,8%. Hinzu kommen die marktüblichen Ausgabeaufschläge. Ein Tausch von Fonds im Depot sei kostenlos, wenn der Wechsel auf Empfehlung von MLP erfolge. Das sog. "Liquiditätsmanagement" werde mit 0,2% vergütet. Die MLP-Berater erhielten weiterhin eine Vergütung, die sich am kontinuierlich betreuten Depotvolumen orientiere.
Das Unternehmen verfolge die Überlegungen auf EU-Ebene im Rahmen der überarbeiteten Finanzmarktrichtlinie Mifid II aufmerksam. "Allerdings ist Brüssel noch sehr weit weg von einer konkreten Entscheidung oder gar der anschließenden Umsetzung in den Mitgliedsstaaten", so Bauer. Wie die Regelung letztendlich aussehen werde, könnten heute noch nicht einmal Experten abschätzen.
(DIF)
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