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    Mitsubishi stellt Produktion in Westeuropa ein

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    Amsterdam (dapd). Mitsubishi (Frankfurt: 857124 - Nachrichten) stellt die Produktion in Westeuropa ein: Der japanische Autohersteller erklärte am Montag, die Fertigung im niederländischen Born werde zum Ende des Jahres beendet. Das Werk ist das einzige des Konzerns in Westeuropa. Den 1.500 Mitarbeitern, die bisher die Modelle Colt und Outlander montierten, droht die Entlassung.

    Wegen des stark schwankenden Umfelds, dem sich die Automobilhersteller derzeit gegenübersähen, habe Mitsubishi keinen Platz für das Werk NedCar in der weltweiten Produktionsstruktur gefunden, hieß es in einer Stellungnahme. Die Fabrik sei nicht überlebensfähig. Die relativ hohen Produktionskosten in den Niederlanden dürften zur Entscheidung beigetragen haben, auch wenn der Konzern das nicht bestätigte. Mitsubishi begann in diesem Jahr mit dem Neubau eines Werks in Indonesien, in dem künftig Outlanders produziert werden sollen.

    Mitsubishi wird in Europa weiter Autos verkaufen, die in Thailand und Japan (EUREX: FMJP.EX - Nachrichten) gebaut werden. In der vergangenen Woche teilte der Konzern mit, er werde zum Ende des Geschäftsjahres am 31. März rund 113.000 Fahrzeuge in Europa verkauft haben. Das wären 7,4 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Wegen der Finanzkrise wurde mit einem weiteren Rückgang der Verkaufszahlen gerechnet. Für das Geschäftsjahr rechnet Mitsubishi in Europa mit einem operativen Verlust von 219 Millionen Euro.

    Mitarbeiter wollen streiken

    Gewerkschaftsführer Henk van Rees erklärte, Mitsubishi habe das Werk in Born zuvor als Klassenprimus bezeichnet. Nun werde der Klassenprimus mit dem Müll vor die Tür gestellt, sagte er. Die Mitarbeiter planten für (den morgigen) Dienstag einen Streik. Dann wollte der Mitsubishi-Manager Hiroshi Harunari das Werk besuchen.

    Mitsubishi-Sprecher Daniel Nacass erklärte am Montag, das Werk in Born werde nicht notwendigerweise geschlossen. Allerdings werde es dort auch keine weitere Fertigung geben. Der Leiter des Mitsubishi-Geschäfts in den Niederlanden, Joost Govaarts, sagte auf einer Pressekonferenz, der Konzern habe mit mehreren potenziellen Käufern gesprochen.

    Der niederländische Wirtschaftsminister Maxime Verhagen kündigte an, er wolle dabei helfen, einen Käufer für das Werk zu finden. Mitsubishi habe zugestimmt, die Fabrik für den symbolischen Preis von einem Euro zu verkaufen, wenn der Käufer die Mitarbeiter übernehme.

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