Stralsund (dapd). Inmitten der spanischen Bankenkrise hat Kanzlerin Angela Merkel der Regierung in Madrid das Vertrauen ausgesprochen. Spanien sei "absolut ein Verbündeter", wenn es darum gehe, den Konsolidierungspfad zu beschreiten und Wachstum zu bewirken, sagte Merkel am Donnerstag in Stralsund. Die Lage in Spanien sei ja nicht über Nacht, sondern über Jahre durch den Aufbau einer Immobilienblase entstanden.
Merkel erklärte, sie begrüße es ausdrücklich, dass die EU-Kommission am Mittwoch Handlungsempfehlungen für die einzelnen Länder erteilt habe. Die Kommission hatte mit Blick auf Spanien gefordert, eine direkte Bankenhilfe aus den Rettungsfonds zu ermöglichen - was in der EU heftig umstritten ist.
Merkel betonte zum Abschluss des Ostseeratsgipfels, es stehe doch außer Zweifel, dass fiskale Konsolidierung, Haushaltsdisziplin, Strukturreformen und Wachstum zusammengehörten. Was die Zukunft der EU anbelange, sei sie der Meinung, "dass wir eine Fortentwicklung der Europäischen Union brauchen". Dabei dürfe es keine Denkverbote geben, sagte Merkel mit Blick auch auf mögliche Vertragsveränderungen.
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