Berlin (dapd). Kurz vor dem EU-Sondertreffen am Mittwoch in Brüssel hat Bundeskanzlerin Angela Merkel klargestellt, dass sie ihre Europa-Politik nicht verändern will. "An unserer Auffassung hat sich nichts geändert", sagte die CDU-Chefin nach Angaben von Teilnehmern am Dienstag vor der Unions-Fraktion. Sie sei auch weiterhin gegen eine Vergemeinschaftung der Schulden und lehne daher Euro-Bonds ab. In Frankreich war die Forderung nach den gemeinsamen Anleihen vom neuen Präsidenten Francois Hollande erhoben worden.
Man (Other OTC: MAGOF.PK - Nachrichten) könne nicht mehr ausgeben, als man einnehme, "eigentlich erstaunlich, dass diese Tatsache zu solch umfänglichen Debatten führt", hatte Merkel am Dienstagvormittag bei der Amtseinführung des neuen Präsidenten des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands gesagt. Auch in Deutschland sei man weit davon entfernt, "dass wir morgen beginnen können, Schulden zurückzuzahlen", ergänzte die Kanzlerin.
Die Ziele der Haushaltskonsolidierung seien "Voraussetzung für nachhaltiges Wachstum", sagte Merkel. Sie kündigte an, dass man beim regulären EU-Gipfel Ende Juni eine Vertiefung des EU-Binnenmarktes voranbringen werde. "Hier kann und muss Deutschland noch einige Öffnungen vornehmen", sagte Merkel. Außerdem werde sich ihre Regierung für freie Handelspolitik einsetzen, denn "protektionistische Tendenzen sind mit Sicherheit nicht die Antwort" auf die Schuldenkrise.
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