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    Medien: Sharp in Investitionsgesprächen mit Intel

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    Ōsaka (BoerseGo.de) - Der japanische Elektronikkonzern Sharp mit Sitz in Ōsaka befindet sich Medien zufolge in finalen Gesprächen mit dem US-Chiphersteller Intel Corporation über einen Einstieg der Amerikaner. Sharp könnte von Intel zwischen 30 und 40 Milliarden Yen Investitionsgelder erhalten und damit seine Finanzstruktur verbessern, wie die japanische Zeitung „Japan Times“ unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen am heutigen Donnerstag berichtet.

    Das US-Unternehmen hofft dem Bericht zufolge seinen Umsatz von Halbleitern durch eine mögliche Allianz mit Sharp zu steigern. Sharp befindet sich auch in Gesprächen mit dem US-Telekommunikationskonzern Qualcomm Inc. über eine Kapitalerhöhung und eine Geschäftsallianz, wie die Quellen weiter berichten. Das angeschlagene japanische Unternehmen, dass sein Geschäft mit Igzo-LCD-Bildschirmen umdrehen will, erwägt auch Allianzen mit Unternehmen wie Apple, Google oder Microsoft. Sharp-Aktien konnten nach der Meldung deutlich zulegen.

    „Der Bericht wischt einige Bedenken über Sharp beiseite", sagte Mitsuo Shimizu, Analyst bei Iwai Cosmo Holdings Inc. „Doch die Rallye wird von kurzer Dauer bleiben, da die Menge des Geldes nicht ausreicht, um Sharps Probleme zu lösen."

    Sharp äußerte sich zurückhaltend zu dem Zeitungsbericht. „Sharp ist nicht die Quelle der Informationen in dem Bericht. Es ist nichts beschlossen worden“, sagte das Unternehmen in einer Erklärung. Intel-Sprecher Chuck Malloy lehnte einen Kommentar zu dem Bericht ab.

    Im zweiten Quartal sackte Sharp in die Verlustzone ab und musste auch beim Umsatz einen Rückgang hinnehmen. Der Nettoverlust wurde für die Monate von Juli bis September mit 249,1 Milliarden Yen ausgewiesen, nach einem Nettogewinn von 9,4 Milliarden Yen im Vorjahresquartal wie Sharp Anfang November mitteilte. Hier belasteten unter anderem Restrukturierungskosten im Volumen von 84,4 Milliarden Yen. Der Umsatz sank auf 645,5 Milliarden Yen ab.

    Für das Gesamtjahr rechnet Sharp nun mit einem Rekordverlust von 450 Milliarden Yen (rund 4,3 Milliarden Euro), nachdem im August nur ein Verlust von 250 Milliarden Yen gesehen wurde. Begründet wurde der pessimistische Ausblick unter anderem mit der rückläufigen Nachfrage nach Fernsehern und Bildschirmen für Tabletcomputer und Smartphones. Trotz der schwachen Zahlen strebt Sharp-Präsident Takashi Okuda die Rückkehr in die schwarzen Zahlen im März-Quartal an.

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