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    Marktbericht Asien: Heftiger Abverkauf im chinesischen Bankensektor

    AKTUELLER KURS

    SymbolKursVeränderung
    NEC1.HM2,02-0,13
    VAN.MU12,521,00
    INDUSTRIAL.SN3.358,60-39,43
    FR7.DU282,1718,67
    FMJP.EX4.558,0072,00

    =Hongkong 08.06.2012 (www.emfis.de) Die Hoffnung auf einen weiteren Geldsegen der US-Fed hat sich vorerst nicht bewahrheitet. Auch in Asien reagierten die Anleger darüber verschnupft.=

    Ben Bernanke hat gestern bei seinem Auftritt vor dem US-Kongress keine weitere quantitative Lockerung angekündigt. Nachdem Fitch das Rating von Spanien um gleich drei Stufen gesenkt hat, ist zudem die europäische Schuldenkrise wieder stärker in den Fokus getreten. Darüber hinaus zeigte sich heute eine gewisse Unsicherheit wegen Chinas Geldpolitik. Dass Peking den Leitzins zum ersten Mal seit 2008 gesenkt hat, hatte nur kurzfristig für Jubel gesorgt. Nun mehren sich die kritischen Stimmen, die von einer Panikreaktion der chinesischen Regierung aufgrund der schlechten Wirtschaftslage sprechen. Mit wenig Hoffnung werden nun an diesem Wochenende die aktuellen Konjunkturdaten erwartet. Mittlerweile werden gar erste Befürchtungen laut, dass China in eine Rezession schlittern könnte.

    Japan (EUREX: FMJP.EX - Nachrichten) : Renesas stark, Fast Retailing (Düsseldorf: FR7.DU - Nachrichten) im Abwärtsstrudel

    Der Nikkei 225 fiel heute um 2,1 Prozent auf 8.459 Stellen. Allerdings wurde mit dem ersten Wochengewinn seit neun Wochen die längste Verlustserie seit 20 Jahren gebrochen. Die größten Gewinne verzeichnete der krisengeschüttelten Chipkonzern Renesas Electronics mit einem Plus von 18,8 Prozent – offenbar war ein Short-Squeeze dafür verantwortlich. Auf der übersichtlichen Gewinnerliste standen zudem Advantest (München: 868805 - Nachrichten) (+ 0,5 Prozent) und KDDI (Frankfurt: 887603 - Nachrichten) (+ 0,1 Prozent). Der im Hang Seng (HKSE: ^HSI - Nachrichten) stark gewichtete Einzelhandelskonzern Fast Retailing zog mit einem Minus von 4,9 Prozent auch den Leitindex in die Tiefe. Die Anteilsscheine von Sharp verbilligten sich um 5,3 Prozent, nachdem bekannt wurde, dass der Konzern seine LCD-Sparte an die Börse bringen will. Auch der Kurs des Konkurrenten Sony verlor 5,3 Prozent nach einem Downgrade der Dividendenpapiere durch Morgan Stanley MUFG Securities. Weitere Verlierer waren NEC (Hamburg: NEC1.HM - Nachrichten) (- 4,3 Prozent), Pioneer (Berlin: PIO.BE - Nachrichten) (- 4,0 Prozent) und Mitsui Engineering & Shipbuilding (- 3,8 Prozent).

    Hongkong: Finanzwerte unter Druck

    Der Hang Seng Index korrigierte heute 0,9 Prozent auf 18.502 Zähler. Die Analysten von Barclays (London: BARC.L - Nachrichten) erwarten in China eine zunehmende Deregulierung der Zinssätze. Dies werde bei den Banken zu einem größeren Konkurrenzdruck führen und die Nettomargen drücken. Als Resultat befanden sich heute vorrangig Finanzdienstleister unter den größten Verlierern. Die größten Abschläge verbuchte die Industrial (Santiago: INDUSTRIAL.SN - Nachrichten) & Commercial Bank of China mit einem Minus von 4,9 Prozent, gefolgt von Bank of Communications (- 4,7 Prozent), China Citic Bank (- 4,5 Prozent), China Construction Bank (- 4,0 Prozent), China Merchants Bank (- 3,8 Prozent), Agricultural Bank of China (- 3,8 Prozent) und der Bank of China (- 3,2 Prozent). Nutznießer einer solchen Politik wären jedoch Immobilienkonzerne. Die Aktien der Evergrande Real Estate Group verzeichneten einen Kurssprung von 7,2 Prozent. Weitere Gewinner waren die Versorger China Longyuan Power (+ 3,8 Prozent), Huaneng Power (+ 3,6 Prozent) und China Resources Power (+ 3,1 Prozent).

    Thailand im Plus

    Thailands SET legte 0,8 Prozent zu auf 1.127 Zähler. Der indische Sensex stieg derweil um 0,4 Prozent auf 16.719 Punkte. Der chinesische Shanghai Composite fiel erneut um 0,5 Prozent auf 2.281 Stellen. Auch Südkoreas Kospi korrigierte 0,7 Prozent auf 1.836 Zähler. Der taiwanische TAIEX ging um 1,1 Prozent auf 7.000 Punkte zurück.


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