New York (BoerseGo.de) – „Ist der Aktienmarkt verrückt?“, stellte der MarketWatch-Autor Mark Hulbert am Freitag als Frage in den Raum. Er bezieht sich damit auf die Reaktion des Marktes, der das Downgrade Spaniens mit einem Kursgewinn quittiert hat.
Die Ratingagentur Standard & Poor\'s (S&P) hat die Kreditwürdigkeit von Spanien um zwei Stufen von „BBB+“ auf „BBB-“ reduziert. Die Bonität liegt damit nur noch eine Stufe über dem Ramschniveau, wobei der Ausblick negativ ist. Eine weitere Herabstufung der Bonität der viertgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone ist damit möglich.
Hulbert vergleicht die Reaktion der Aktienmärkte mit anderen Schuldenkrisen wie der Russland-Krise im Jahr 1998, der Asien-Krise 1997, der Pleite des Hedgefonds Long-Term Capital Management (LTCM) und der Krise in Argentinien im Jahr 2001.
Dabei kommt er zu der Festelllung, dass die Kurse hauptsächlich wegen der extrem expansiven Geldpolitik der US-Notenbank Fed steigen. „Don’t fight the Fed” sei eine altbekannte Börsenregel, die sich auch aktuell wieder bewahrheite. Es mache meist wenig Sinn sich für längere Phasen gegen die Notenbankpolitik zu stellen, so sein Fazit.







