New York (BoerseGo.de) - Nach der Einschätzung des für seine düsteren Prognosen bekannten Finanzexperten Marc Faber pusht die Euphorie der Investoren Aktien weiter nach oben, was letztlich zu ihrem Verderben führen wird. Faber erwartet, dass der gegenwärtigen Rally - der S&P 500 hat seit Jahresbeginn um 5 Prozent und seit November 2012 um 12 Prozent zugelegt - in Kürze die Luft ausgehen könnte. "Wir sind sehr überkauft, allerdings ist es auch möglich, dass wir im Februar eine milde Korrektur sehen werden und danach einen weiteren Anstieg der Aktienkurse", so Faber. Das Aktienjahr 2013 könnte ähnlich wie das Jahr 1987 verlaufen, als der Markt in der ersten Jahreshälfte um 41 Prozent zugelegt und danach in den Monaten Oktober und November um 40 Prozent eingebrochen ist. Damit besteht die Möglichkeit, dass wir ein sehr volatiles Jahr auf den Aktienmärkten sehen werden. Faber teilt weiter mit, dass er seine Long-Positionen jetzt auflösen werde. "Im Moment verkaufe ich Aktien. Ich reduziere meine Positionen, weil die Euphorie weiter ansteigt", so Faber. Tatsächlich gibt es Anzeichen dafür, dass bei den Investoren die bullische Stimmung weiter zugenommen hat. Der Kapitalzufluss in Aktienfonds hat im Januar einen Rekordstand von 55 Milliarden Dollar erreicht und Umfragen zeigen eine starke Vorliebe für Aktien.
"Möglichweise werden aber die Unternehmensgewinne im Jahr 2013 enttäuschen. Außerdem kann es geopolitische Probleme geben", so Faber. Er erwähnte, dass er jüngst von einer Reise in den Mittleren Osten zurückgekommen sei und dass er einem dampfenden Kessel gleiche. Faber hält weiterhin einen Großteil seines Portfolios in Gold und hält große Stücke von Minenaktien. Weiterhin favorisiert er ausländische Aktien, insbesondere solche aus der Ukraine, Vietnam und China. Weiter ist er der Ansicht, dass bei Aktien von US-Eigenheimbauern die Rally zu weit gegangen sei und sich weit von den Fundamentaldaten entfernt habe. "Ich kaufe Gold in der Befürchtung, dass es immer noch eine systemische Krise geben wird wie auch Kriege und ähnliche Ereignisse", so Faber.







