Magazin: Ehemaliger Dresdner-Bank-Chef Walter kritisiert Banken

ddp

Ähnliche Kurse

TickerPreisVeränderung
DBK.DE44,33+1,23
Chart für {name} DEUTSCHE BANK N
{"s" : "DBK.DE","k" : "c10,l10,p20,t10","o" : "","j" : ""}
Dienstag, 24. November 2009, um 8:20 CET

München (ddpdjn). Der ehemalige Chef der Dresdner Bank und frühere Vorstandssprecher der Deutschen Bank (Xetra: 514000 - Nachrichten) 24, Herbert Walter, hat seine Branche scharf kritisiert. «Dass wir Banker in der Krise versagt haben, das ist klar», sagte Walter dem Wirtschaftsmagazin «Focus-Money». Mitauslöser der Krise seien falsche Anreizsysteme in der Bezahlung und eine zu stark zersplitterte Arbeitsteilung gewesen. «Es kann dauerhaft nicht gut gehen, wenn Verantwortung so zerstückelt wird, dass eigentlich niemand mehr wirklich verantwortlich ist», monierte der Bankmanager.

Als Antwort auf die Finanz- und Bankenkrise forderte Walter «eine bessere Regulierung mit lückenlosem Zugriff auf die Welt von Schattenbanken, wie Hedge Fonds und Private Equity Firmen» Die Aufseher müssten sich stärker auf das Finanzsystem als Ganzes fokussieren. «Sie müssen mehr die systemischen Risiken und die Nachhaltigkeit von Geschäftsmodellen im Blick haben», ergänzte der Manager.

Auch die Arbeitsweise der Berater in den Bankfilialen müsse sich wieder ändern, forderte Walter «Er muss sich als Anwalt seiner Kunden verstehen dürfen und nicht nur als Produktverkäufer.» Die Kunden müssten erwarten können, «dass der Berater sie möglichst unabhängig und frei von Verkaufsdruck beraten kann».

(ddp)